Papházy: Politischer Mortier als Politiker Mortier?

Wien, 2000-08-29 (fpd) - "Gerard Mortier sollte sich klar deklarieren und in die Politik gehen", meinte heute die stellvertretende Vorsitzende des parlamentarischen Kulturausschusses, FPÖ-Abg. Sylvia Papházy, als Reaktion auf das samstägige Fest "Österreich - mon amour" in der Salzburger Felsenreitschule.*****

"Mortier spricht mit zwei Zungen. Beim näheren Hinsehen entpuppt sich dieses sogenannte unpolitische Fest für Künstler als höchst kritische Österreich-Hommage mit fragwürdigen politischen Interpretationsmöglichkeiten. Lediglich Michael Köhlmeier gab vor seiner Erzählung der Geschichte von "Achill und Polyxena" unumwunden zu: Er war um ein Stück aus der griechischen Mythologie mit aktuellem politischen Bezug gebeten worden. Der aktuelle politische Bezug war für Köhlmeier nicht herstellbar, die künstlerische Darbietung allerdings sehenswert", so Papházy.

Klarer Tipp der überzeugten Politikerin Papházy an den politisch agierenden künstlerischen Leiter der Salzburger Festspiele: "Mortier sollte die Zeit nach Salzburg dazu nützen, selbst aktiver Politiker zu werden. Dann müßte er nicht mehr unter dem Deckmäntelchen der Kunst politisch agieren".

Bleibt für Papházy jedenfalls noch die Frage offen, ob der Belgier Mortier für ein aktives politisches Engagement in Österreich konsequenterweise auch um die österreichische Staatsbürgerschaft ansuchen würde. (Schluß)

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