Gewerbeverein: Fünf Milliarden Kunstförderung sind genug!

Wien (OTS) Mit fünf Milliarden Kunstförderung vom Bund - die Länder legen noch einiges dazu - ist Österreich Weltmeister in dieser Disziplin. Gefördert wird nach dem Grundsatz "Kunst ist, was Experten dafür halten³.

Selbstverständlich kann kein Mensch auch nur im Entferntesten daran denken, die Kunstförderung hierzulande massivst einzuschränken. Wenig Verständnis findet der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV) allerdings, dass die Regierung beim geplanten Künstlersozialversicherungs-Beitragsförderungsgesetz (KSVB-G) wieder einmal - gegen alle Beteuerungen - einnahmenseitig vorgeht.

Grundsätzlich folgt Kunst - wie das meiste im Leben - der Angebots-Nachfragerelation. Kunst sollte daher nur in der Start-up-Phase gefördert werden. Trotzdem lebt das Land davon, dass überall mit dem Füllhorn nachhaltig gefördert wird. Rühmliche Ausnahmen sind Nabucco in St. Margarethen, das HundertwassersŒsche Kunsthaus und auch Meister Nitsch - wem's gefällt, der zahlt. Nun soll - da die fünf Milliarden Kunstförderungen offenbar nicht ausreichen - zur Finanzierung des KSVB-G wieder einmal der Bürger zur Kasse gebeten werden. Ein Künstlerversicherungsfonds wird eingerichtet - da kann man einmal Parteifreunde versorgen. Gespeist wird dieser Fonds durch Kabelrundfunk-teilnehmer (mit 6,60.-monatlich) und über eine Gebühr für Satellitenreceiver und -decoder. Gesponsert wird die Sozialversicherung von Künstlern - jene die von der Künstlerkommission dafür für würdig erachtet werden - und die mehr als 88.800.-, aber weniger als 270.000.- pro Jahr Einkommen aus ihrer künstlerischen Tätigkeit erzielen.

Künstler werden auf diese Art wieder zu Tanzbären der Politik gegängelt und gedemütigt. Ein guter Künstler sollte nämlich in der Lage sein - so wie fast alle anderen Staatsbürger - für seine Sozialversicherung selbst aufzukommen. Der Politik tut es jedenfalls gut nach der Phase der "roten Kunst" nun jene der "blau-schwarzen" Kunst zu fördern.

Der ÖGV fordert den Kunststaatssekretär und vor allem den ressortzuständigen Minister - den Bundeskanzler auf - dieser neuen geplanten Belastung des Bürgers raschest Einhalt zu gebieten. In fünf Milliarden Subventionen wird ja wohl noch genug Einsparungspotenzial vorhanden sein, um - wenn es schon notwendig sein soll - den Topf des KSVB-G zu füllen. Von Künstlern kann man ja wohl auch beim Sparen Kreativität fordern - sonst sollte man sie erst gar nicht fördern! Grund der besonderen Sorge der Regierung um unsere Künstler ist, natürlich einmal mehr in einem Problembereich "Musterschüler" sein zu wollen.

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