Fahrgäste mit Wiener Linien sehr zufrieden

Knoflacher-Studie bescheinigt Straßenbahn und U-Bahn "hohe Benutzerfreundlichkeit"

Wien, (OTS) Die Wiener Linien, die sich in den vergangenen Jahren zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen entwickelt haben, setzen sich intensiv mit den Bedürfnissen ihrer Kunden auseinander. Und das mit gutem Grund. Denn nur ein Drittel aller Fahrgäste ist auf den öffentlichen Verkehr angewiesen. Zwei Drittel hätten mit dem Auto durchaus eine Alternative, entscheiden sich aber derzeit - wegen der zahlreichen Vorteile - für die
Wiener Linien. Das bedeutet aber: Allein um diese Kunden zu
halten, muss die Qualität der Dienstleistung auch weiterhin "stimmen".

Zusammenarbeit mit Wissenschaft wichtig

In einem Pressegespräch betonten Montag Wirtschaftsstadträtin Mag. Brigitte Ederer und der Direktor der WIENER LINEN Gmbh &
CoKG, Dipl.-Ing. Günther Grois, wie wichtig eine regelmäßige Evaluation der Dienstleistungsqualität ist. Zu diesem Zweck arbeiten die Wiener Linien eng mit der Wissenschaft zusammen, wie eine am Montag präsentierte umfangreiche Studie von Univ.-Prof. Hermann Knoflacher beweist.****

Knoflacher untersuchte das Qualitätskriterium "Benutzerfreundlichkeit" bei Straßenbahn und U-Bahn. Um einen Vergleich zu haben, wurde auch die Schnellbahn untersucht.
Dabei arbeitete Knoflacher genau jene Qualitätsmerkmale heraus,
die für die Entscheidung, "öffentlich" zu fahren, ausschlaggebend sind.

Benutzerfreundlichkeit bedeutet: Positive Reize bei minimaler Anstrengung

Knoflacher definiert die Benutzerfreundlichkeit als das
Ausmaß der positiven Eindrücke bzw. Erfahrungen, die ein Fahrgast erlebt. Hier untersuchte er vor allem den Energieaufwand, den der Fahrgast im öffentlichen Verkehr benötigt. Darunter ist einerseits der geistige Energieaufwand zu verstehen (etwa: "Wie komme ich an Informationen?" oder "Wie gut ist das optische und akustische Leitsystem beim Ein-, Aus- bzw. Umsteigen?" u. ä.), andererseits der rein körperliche Aufwand (Stiegensteigen oder Rolltreppen bzw. Aufzug, Umsteigewege, Anstrengung beim Einsteigen etc.).
Neben Befragungen wurden auch Verhaltensbeobachtungen durchgeführt sowie die energetischen und physiologischen Abläufe bei der Benutzung der Verkehrsmittel analysiert.

Platz 1 für die U-Bahn

Platz 1 erhielt die U-Bahn. Sie erhielt die Durchschnittsnote 2,09 (Schulnotenskala). Das beweist, dass die seinerzeitige Entscheidung, ein von der Schnellbahn getrenntes eigenes U-Bahn-System zu schaffen, richtig war. Auch die Wahl des hohen Qualitätsstandards beim U-Bahn-Bau wird von den Fahrgästen honoriert. Sogar die Umsteigewege zwischen den einzelnen U-Bahn-Linien werden dank des Komforts (helles, freundliches Ambiente, Rolltreppen und Aufzüge) mit der Note 1,90 überdurchschnittlich gut eingestuft. Die Straßenbahn erhielt die Durchschnittsnote
2,29.

Touristen und Gelegenheitsfahrer bewerten besser

Touristen bewerten die Wiener Linien noch besser als die heimische Bevölkerung. So waren Touristen besonders von der Schnelligkeit der Beförderung und den dichten Intervallen der Verkehrsmittel beeindruckt. Durchschnittsnote bei dieser
Zielgruppe: 1,86.

Auch Autofahrer, die nur gelegentlich den öffentlichen
Verkehr benutzen, wissen die Qualität sichtlich zu schätzen. Sie bewerten die Benutzerfreundlichkeit mit 1,91 und damit sogar noch höher als Stammkunden, die mit 2,13 bewerteten.
Das beweist: Hier liegt noch ein großes Potential an Kunden, die allerdings nur zu gewinnen sind, wenn die hohe Qualität des Angebotes beibehalten bzw. noch ausgebaut werden kann.

Ederer: Für hohe Qualität muss Investitionsniveau gehalten werden

In diesem Zusammenhang betonte Wirtschaftsstadträtin Mag. Brigitte Ederer, dass kein anderes Bundesland auch nur annähernd
so viel Geld für den öffentlichen Verkehr ausgibt wie Wien. Derzeit fließen rund 8 Mrd Schilling im Jahr in Betriebskostenzuschüsse und Verbesserungen, darunter die Anschaffung neuer Niederflurfahrzeuge, U-Bahn-Bau und andere Investitionen. Nur wenn im Rahmen des Finanzausgleiches sichergestellt werden kann, dass im Wiener Budget diese Mittel
auch weiterhin zur Verfügung stehen, kann das hohe Qualitätsniveau der Wiener Linien auch weiterhin gehalten werden, schloss Ederer. (Schluss) emw/

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