VP-Strobl zu Eurosport 2: Die Causa Eurosport-Telekabel - Was bisher geschah

Wien (ÖVP-Klub) Der Wiener ÖVP-Klub dokumentiert die Causa Eurosport-Telekabel. Was in den letzten Jahren geschah:

Oktober 1977: Die Kabel-TV Wien Studien- und Forschungsgesellschaft wird in die Firma Kabel-TV umgewandelt, geht zu 100 % in den Besitz der Gemeinde Wien über, die eine Stammkapitalerhöhung um 5 Mio (auf 9 Mio) durchführt. Gemeinsam mit Philips plant man die Errichtung eines Kabelnetzes in Wien.

Dezember 1997: Philips steigt aus dem österreichischen Kabelgeschäft aus und verkauft seine Anteile an der Wiener Telekabel an die UPC (United Pan-Europe Communications). Die UPC betreibt verschiedene Kabelnetze in ganz Europa mit insgesamt fast 900.000 Kunden. In weiterer Folge bietet UPC-Telekabel auch Internet und Telefonie-Dienste an.

3. März 1998: Der Sender Eurosport wird von der Mehrzahl der österreichischen Kabelbetreiber aus dem Netz genommen. Grund dafür ist die Forderung des Senders nach einer Gebühr von 2 Schilling pro Monat und Teilnehmer, die der jeweilige Kabelbetreiber an den Sender zahlen soll. Die Telekabel Wien bezeichnet die Erfüllung dieser Forderung als "wirtschaftlich nicht vertretbar" und will keinen Präzendenzfall schaffen. Die Kabelbetreiber befürchten ansonsten eine Forderungslawine anderer Sender. Eurosport bedauert die "konzertierte Aktion" und verweist auf andere europäische Länder, wo die Betreiber kein Problem mit der Zahlung eines geringen Entgelts hätten.
Im Laufe des Jahres geht Eurosport in allen österreichischen Kabelnetzen, mit Ausnahme von Wien, Graz und Klagenfurt wieder in Betrieb. Telekabel Wien und Eurosport können keine Einigung erzielen. In Wien gibt es seitdem für Kabelkunden keinen Eurosport mehr.

Frühling 1998: Der Döblinger Bezirksvorsteher Adi TILLER und andere namhafte VP-Politiker sammeln mehr als 10.000 Unterschriften von Wienern, die eine Wiedereinspeisung von Eurosport verlangen.

Mai 1999: Der Gewerbeverein kritisiert scharf den Stillstand in den Verhandlungen um eine Wiedereinspeisung von Eurosport ins Wiener Kabelnetz. Dadurch würde auch die österreichische Werbewirtschaft großen Schaden erleiden. Der Gewerbeverein bezweifelt, daß die Vorgangsweise der Firma Telekabel EU-konform ist.

Juni 1999: Im Wiener Gemeinderat wird ein 4-Parteien-Antrag eingebracht, der den Bürgermeister auffordert, die notwendigen Schritte zu setzen, um eine Wiedereinspeisung des Senders Eurosport ins Wiener Kabelnetz sicherzustellen.

Juni 1999 bis Mai 2000: In diesem Zeitraum werden im Wiener Gemeinderat insgesamt vier mündliche Anfragen an den Wiener Bürgermeister gestellt, die alle den Wunsch nach einer Wiedereinspeisung von Eurosport zum Inhalt haben. Alle Antorten sind zwar bedauernd aber negativ.

September 1999: Der ÖVP-Sportsprecher im Nationalrat, Abg. Karlheinz KOPF fordert die Stadt Wien auf, ihren Einfluß als Miteigentümer der Telekabel geltend zu machen, um eine Wiederaufnahme von Eurosport ins Kabelnetz durchzusetzen.

Dezember 1999: Eurosport und UPC können sich nach intensiven Verhandlungen nicht einigen. Eurosport hat ein Paket-Angebot vorgelegt und will der Telekabel die Sender Eurosport und Euronews gemeinsam zu einem Preis weit unter 2 Schilling pro Monat zur Verfügung stellen. UPC-Telekabel bezeichnet dieses Angebot als "interessant und diskussionswürdig" und verspricht eine Wiedereinspeisung bis Jahresende, zu der es bis heute nicht gekommen ist.

Jänner 2000: In einem dringlichen Antrag fordert die Wiener FPÖ die Stadt Wien auf, über die Firma Kabel TV, ihren Einfluß geltend zu machen um Eurosport raschestmöglich wieder ins Kabelnetz einzuspeisen.

Juli 2000: In einer Pressekonferenz fordert der AK-Vizepräsident Alfred GAJSDOSIK UPC auf, unternehmerischen Druck auf die Telekabel auszuüben. Gajdosik: "Die Telekabel-Geschäftsführung hat es selbst in der Hand für die Wiedereinspeisung zu sorgen. Es bedarf keiner Zustimmung des Eigentümers." Die Telekabel mißbrauche ihre marktbeherrschende Stellung in Wien.

August 2000: In einer Anfragebeantwortung an VP-Gemeinderat STROBL verspricht Vizebürgermeisterin LASKA die Intensivierung der Verhandlungen mit der Firma Telekabel. Die UPC sei aber der Ansicht, daß aus wirtschaftlichen Überlegungen auf Eurosport im Wiener Kabelnetz verzichtet werden kann.

August 2000: Durch eine Aufstockung der Geschäftsführung der Telekabel, durch den UPC-Vertreter HINTZE, erhofft sich die Wiener ÖVP eine Intensivierung der Verhandlungen und startet einen neuen Anlauf zur Wiederaufnahme von Eurosport ins Wiener Kabelnetz. VP-Sportsprecher STROBL und Vizebürgermeister GÖRG drängen auf eine zufriedenstellende Lösung noch in diesem Jahr.

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