Feurer: Freier Zugang zu Österreichs Wäldern muss gewahrt bleiben

Mensch darf nicht aus dem Erholungsraum Wald ausgesperrt werden; unser Wald ist nicht nur für die Jäger da

St. Pölten, (SPI) - Rund 4,5 Millionen Österreicherinnen und Österreicher suchen ihre Erholung in der Natur. So gesund diese Erholungsmethode auch ist, wird es für Naturliebhaber immer schwieriger ihre Freizeit in den Wäldern unserer Heimat zu verbringen. "Zu viele Wegsperren und Betretungsverbote stören und schmälern sukzessive den Erholungswert. Die Fläche der gesperrten Waldgebiete hat in den vergangenen drei Jahren um 20 Prozent zugenommen. Dieser Negativtrend ist zu stoppen, denn der Mensch darf nicht aus dem Erholungsraum - Wald - ausgesperrt werden”, fordert der Umweltsprecher der NÖ Sozialdemokraten LAbg. Werner Feurer.****

Eine durch die Arbeiterkammer erst kürzlich veröffentlichte Studie zeigt, dass der Streit um das Wegerecht bereits seit 100 Jahren besteht. Deswegen gibt es zwar seit 1975 ein eigenes Forstgesetz -dieses orientiert sich aber in vielen Punkten zu stark am Jagdgesetz. Man darf zusätzlich nicht vergessen, dass häufig auch frei zugängliche Wälder nur sehr schwer oder gar nicht erreicht werden können, weil die dazugehörigen Zufahrtsstraßen bzw. -wege durch gesperrtes Waldgebiet führen. Dadurch erhöht sich die Fläche der unbetretbaren Waldgebiete um ein Vielfaches.

Einen besonders heiklen Streitpunkt stellt das Mountainbiken dar. Rund ein Drittel der Radfahrer hat den Wunsch, Forststraßen für ihre Radtouren benutzen zu dürfen. Nicht selten prallen Freizeitsportler und Waldbesitzer aufeinander, was sogar in letzter Zeit mehr und mehr zu Handgreiflichkeiten geführt hat. "Unser Land steht mit diesen Problemen sicher nicht alleine dar. Staaten wie Schweden, Schweiz oder Deutschland wenden Regelungen an, die bei weitem großzügiger sind, als jene bei uns. Es ist daher unbedingt notwendig, dass sich das Forstgesetz, das momentan auf dem Jagdrecht basiert, künftig nach dem Naturschutzrecht orientiert. Darüber hinaus sollen Fremdenverkehrsverbände und alpine Vereine Parteienstellung bekommen. Zusätzlich wäre eine Veröffentlichung der gesperrten Gebiete für alle Beteiligten zweckmäßig. Jedenfalls muss der freie Zugang zu unseren Wäldern gewahrt bleiben - der Wald kann nicht nur für die Jäger da sein”, so der Umweltsprecher der SPNÖ.
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