Westautobahn-Tragödie: Sicherheitsmanko an Ungkücksstelle Fall für den Staatsanwalt

Bruchkante ließ Lkw-Anhänger kippen

Wien (OTS) - Für das Busdrama auf der Westautobahn, das am vergangenen Montag bei Pöchlarn acht deutsche Urlauberkinder das Leben kostete, könnte ein grober Sicherheitsmangel an der Unglücksstelle mitverantwortlich sein. Das berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe.

Konkret handelt es sich um eine sogenannte Bruchkante, eine dachförmige Kante, die sich durch das Zusammentreffen zweier abfallender Fahrbahnen in einer engen Baustellenkurve bildete. Ziviltechniker Ortfried Friedreich, der mehrere Bauabschnitte auf der Westautobahn plante, bestätigt im Gespräch mit FORMAT: "Ein Lkw-Anhänger mit hohem Ladungsschwerpunkt wie jener der Unfallasters hätte an dieser Stelle selbst bei Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h kippen können."

Obwohl die Autobahnmeisterei Ybbs die Baustelle täglich inspizierte, bemerkte keiner der Kontrollore die problematische Passage. Experte Friedreich: "Dabei hätte die Kante längst mit Asphalt begradigt werden müssen." Der Anwalt Alfred Boran, Experte für Verkehrsrecht, sieht in diesem Versäumnis sogar einen Fall für den Staatsanwalt: "Eine Fahrlässigkeit, die strafrechtlich absolut relevant ist."

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