Pressestimmen/Vorausmeldung/Politik "Neue Kärntner Tageszeitung" Kommentar: "Außenpolitik" der FPÖ

Ausgabe vom 26.8.2000

Klagenfurt (OTS) - Des Landeshauptmannes außenpolitische Ambitionen würden Kärnten "schaden", sagt SPÖ-Chef Peter Ambrozy. Sie würden Kärnten "nützen", sagt FPÖ-Klubobmann Martin Strutz. Durch Jörg Haiders Bekanntsheitsgrad sei auch Kärnten zum internationalen Begriff geworden, schwärmt die FPÖ - Haiders Bekanntheit sei eine Hypothek für Kärntnen, erwidert die SPÖ. Was stimmt also? Abgesehen von der Causa Busek, innerhalb der die FPÖ die österreichische Außenpolitik auf höchst riskante Weise konterkariert, wären Auslandsreisen eines Landeshauptmannes normalerweise weder sonderlich schädlich, noch sonderlich nützlich. Normalerweise dienen Auslandsreisen eines Landeschefs der regionalen Nachbarschaftspflege und wären so in die nationale Außenpolitik eingebettet. Doch Jörg Haiders Reisen, vornehmlich die nach Italien, sind - ob er nun selbst will oder nicht ist nebensächlich - massive Eingriffe in die Innenpolitik des Nachbarstaates. Allein sein Kommen ist Signal genug. Da aber wird es mehr als heikel. Und man darf sich nicht wundern, wenn in Italien Aufregung herrscht, wenn sich Haider ansagt. Selbst der harmlose Weihnachtsbesuch beim Papst wird allein deshalb, weil Haider Haider ist, zum Politikum. Und Kärnten hängt dran und gerät mit ins zweifelhafte Licht.
Dass das Licht ein zweifelhaftes bleibt, dafür sorgt die FPÖ selbst. Besuche bei den politischen Schmuddelkindern in Libyen und dem Irak tragen nicht gerade dazu bei, die außenpoliltische Salonfähigkeit der FPÖ unter Beweis zu stellen. Der Nutzen für Kärnten bleibt ein Rätsel.

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