"Thema" am 28. August: Foltermorde - Mauer des Schweigens

Wien (OTS) - Barbara van Melle präsentiert am Montag, dem 28. August 2000, um 21.05 Uhr in ORF 2 unter anderem folgende Themen:

Foltermorde: Mauer des Schweigens
Nach dem brutalen Doppelmord an zwei Asiaten in Niederösterreich steht die Gendarmerie vor einem Rätsel. Die Brutalität der Tat - die beiden Opfer waren gefesselt und mit Messern, Beilen oder Schwertern bestialisch zu Tode gequält worden - weist auf die Chinesen-Mafia hin. Doch Hinweise oder Spuren fehlen. Ermittelt wird in alle Richtungen: Schlepperei, organisiertes Verbrechen oder Schulden gelten als mögliche Motive. Doch für die Kriminalisten ist es fast unmöglich, in die geschlossene Gesellschaft der Chinesen vorzudringen. Die chinesischen Clans bauen auf Hierarchie, einen strengen Ehrenkodex und unbedingte Loyalität. In diesem Milieu stoßen die Ermittler immer auf eine Mauer des Schweigens, mehrere Morde an Chinesen sind deshalb bis heute nicht aufgeklärt. - Eva Kordesch und Alexander Sattmann haben den aktuellen Mordfall recherchiert und berichten in "Thema" über die Parallelen zu früheren ungeklärten Chinesen-Morden.

Stricher: Körper für Kohle
Der heute 17jährige Dragan verkauft sich seit seinem 11. Lebensjahr an Freier. Er ist einer von mehreren hundert zum Teil minderjährigen Strichern in Wien, die sich mit Sex mit Männern ihren Lebensunterhalt verdienen. In Wien hat sich in den letzten Jahren, von der Öffentlichkeit fast unbemerkt, eine eigene Stricherszene etabliert. In der Szene findet man Drogenabhängige, verwahrloste Kids, Sex-Gastarbeiter aus dem Osten und professionelle Callboys. Doch während jetzt sogar Budapest eine eigene Betreuungsstelle für Stricher eingerichtet hat, wird das Problem in Wien heruntergespielt. - Christoph Feurstein hat Dragan getroffen, den einzigen Streetworker für Wiens Stricher bei seiner Arbeit begleitet und für "Thema" nachgefragt, warum die Konzepte für die Betreuung der Stricher in den Schubladen der Bürokratie liegenbleiben.

Brasilien: Die vergessene Expedition
Brasilien feiert heuer seine Entdeckung vor 500 Jahren. Zum Jubiläum erinnert Brasilien in umfangreichen Ausstellungen an die größte Expedition seiner Geschichte: Es war eine Expedition aus Österreich. Sie dauerte 18 Jahre lang, von 1817 bis 1835, und brachte sensationelle Erkenntnisse. Der Expeditionsleiter Johann Natterer legte auf seiner Reise 18.000 Kilometer zurück und brachte über 50.000 Präparate mit nach Wien. Doch dann erleidet der Entdeckungsreisende ein typisch österreichisches Schicksal: Er und seine Expedition werden vergessen. - Norbert Hölzl vom ORF-Landesstudio Tirol war für "Thema" auf Spurensuche.

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