"Treffpunkt Kultur" am 28. August: Dennis Hopper und seine wilden Jahren

Wien (OTS) - Barbara Rett präsentiert in "Treffpunkt Kultur" am Montag, dem 28. August 2000, um 22.30 Uhr in ORF 2 live aus dem ORF-Zentrum unter anderem folgende Beiträge:

Dennis Hopper und seine wilden Jahre: Der Filmstar als Fotograf: Mit seinem Film "Easy Rider" wurde Dennis Hopper zur Ikone Hollywoods. Weniger bekannt ist er als Maler und Fotograf, außerdem zählt er zu den wichtigsten Kunstsammlern weltweit. Die Fotoserie "Out of the Sixties" ist ein Dokument seiner "wilden Jahre". Hopper hat immer wieder seine Kollegen in Drehpausen, aber auch Künstler in Aktion fotografiert. Die Galerie Ropac in Salzburg zeigt eine Auswahl dieser Fotos aus den sechziger Jahren, Porträts von Künstlern wie Andy Warhol, Jasper Johns und Roy Liechtenstein.

Mozart und Marzipan: Ohrwürmer von Mozart und Strauß in glanzvollem Rahmen: Von der kleinen Nachtmusik bis zum Donauwalzer, von der Zauberflöte bis zur Tritsch-Tratsch-Polka: Wien, wie es sich der Tourist vorstellt. In Schönbrunn, der Staatsoper und im Musikverein werden zahlreiche Orchester - in passendem Outfit mit Puderperücke -dem Klischeebild des Wieners gerecht. Was vor 15 Jahren zaghaft begonnen hat, ist heute aus dem Tourismusgeschäft kaum mehr wegzudenken: "Mozart light"-Konzerte zum Mitschunkeln mit süßlicher Verzierung. Professionelle Musiker und Konzert-veranstalter fürchten jetzt um den Ruf der Musikstadt Wien.

Robert Menasse: Erklär mir Österreich: Sein neues Buch und der "Jean-Amery-Preis": Mit seinen kritischen, scharfsinnigen, aber auch witzigen Essays zur Geschichte und Politik Österreichs hält Robert Menasse seiner Heimat immer wieder einen Spiegel vor. Im vergangenen Jahr wurde der Autor dafür mit dem österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik gewürdigt. Vom Staat für Staatskritik honoriert zu werden, löste bei Menasse Unbehagen aus. Jetzt stiftet der streitbare Autor sein Preisgeld, um selbst einen Preis ins Leben zu rufen: den Jean-Amery-Preis für Essayistik, der von einer internationalen Jury am Mittwoch, dem 30. August, erstmals verliehen wird. "Ich privatisiere meinen Staatspreis", sagt Robert Menasse und will damit nicht nur auf die "tolpatschige Privatisierungs-Debatte" im Land aufmerksam machen, sondern auch die intellektuelle Auseinandersetzung mit der politischen Entwicklung in Österreich und Europa fördern. Barbara Rett begrüßt Autor Robert Menasse live im Studio.

Österreich - Mon Amour: Gérard Mortiers "Demokratisches Fest" in der Salzburger Felsenreitschule: Die politische Wende in Österreich ist nicht nur für Festspielintendant Mortier, sondern auch für viele Künstler Anlaß, die neue Situation kritisch zu beobachten. Das Land mit Absagen zu boykottieren ist für viele die falsche Antwort, aber der Wunsch nach Artikulation ist groß. Eine "Charme-Offensive", eine "kulturelle Hommage" nennt Gérard Mortier das Fest, bei dem so prominente Künstler wie Erwin Steinhauer, Maria Bill, Anne Bennent, Michael Köhlmeier, Ulrich Tukur und Dörte Lyssewski ihre Beziehung zu Österreich zum Ausdruck bringen.

Bryn Terfel und sein Musikfestival: Der Starbariton aus Wales: Er zählt zur Weltelite und ist an allen großen Opernhäusern ein gerngesehener Gast: der walisische Bariton Bryn Terfel. Vor 35 Jahren in einem kleinen Einsiedlerdorf geboren, wuchs er in einer wildromantischen Landschaft auf. Seiner Heimat Wales ist er bis heute treu geblieben. Jetzt gründet er hier ein eigenes kleines Festival. Unter freiem Himmel wird ein abwechslungsreiches Programm geboten:
von klassischer Oper bis zu walisischen Volksliedern. "Treffpunkt Kultur" hat Bryn Terfel in Wales besucht.

Multitalent Amina Handke: Ein Porträt: Aufgewachsen ist sie in Paris, Berlin und Salzburg: Amina Handke, Tochter von Schriftsteller Peter Handke und Schauspielerin Libgart Schwarz, studierte in Wien Malerei und visuelle Mediengestaltung. Heute zählt sie zu den vielseitigsten Künstlerinnen Österreichs. Sie ist Malerin, Bühnen- und Kostümbildnerin, sie dreht, schneidet und produziert Kunstvideos, sie war TV-Moderatorin einer Musiksendung und sie arbeitet seit zehn Jahren sehr erfolgreich als DJ. Anläßlich der Premiere "schneeziegenmanöver" in der gruppe 80, für die Amina Handke das Bühnenbild entworfen und ein Video produziert hat, stellt "Treffpunkt Kultur" die junge Künstlerin vor.

Le Corbusier in Indien: Der Stararchitekt und seine Visionen: Das Credo des Schweizer Stararchitekten Le Corbusier: "Eine Stadt soll ein lebendiger Organismus sein, konstruiert wie ein menschlicher Körper." Zehn Jahre vor der Einweihung der weit bekannteren Reißbrettstadt Brasilia schuf Le Corbusier ab 1950 mitten in Indien ein zu Beton gewordenes Vermächtnis seiner städtebaulichen Visionen:
Chandigarh in Punjab. Sein Konzept wird einerseits als europäischer Neokolonialismus geschmäht, andererseits als bahnbrechende Errungenschaft gefeiert. "Treffpunkt Kultur" hat Chandigarh 50 Jahre nach seiner "Geburt" besucht.

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