- 25.08.2000, 12:40:41
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"Treffpunkt Kultur" am 28. August: Dennis Hopper und seine wilden Jahren=
Wien (OTS) - Barbara Rett präsentiert in "Treffpunkt Kultur" am
Montag, dem 28. August 2000, um 22.30 Uhr in ORF 2 live aus dem
ORF-Zentrum unter anderem folgende Beiträge:
Dennis Hopper und seine wilden Jahre: Der Filmstar als Fotograf: Mit
seinem Film "Easy Rider" wurde Dennis Hopper zur Ikone Hollywoods.
Weniger bekannt ist er als Maler und Fotograf, außerdem zählt er zu
den wichtigsten Kunstsammlern weltweit. Die Fotoserie "Out of the
Sixties" ist ein Dokument seiner "wilden Jahre". Hopper hat immer
wieder seine Kollegen in Drehpausen, aber auch Künstler in Aktion
fotografiert. Die Galerie Ropac in Salzburg zeigt eine Auswahl dieser
Fotos aus den sechziger Jahren, Porträts von Künstlern wie Andy
Warhol, Jasper Johns und Roy Liechtenstein.
Mozart und Marzipan: Ohrwürmer von Mozart und Strauß in glanzvollem
Rahmen: Von der kleinen Nachtmusik bis zum Donauwalzer, von der
Zauberflöte bis zur Tritsch-Tratsch-Polka: Wien, wie es sich der
Tourist vorstellt. In Schönbrunn, der Staatsoper und im Musikverein
werden zahlreiche Orchester - in passendem Outfit mit Puderperücke -
dem Klischeebild des Wieners gerecht. Was vor 15 Jahren zaghaft
begonnen hat, ist heute aus dem Tourismusgeschäft kaum mehr
wegzudenken: "Mozart light"-Konzerte zum Mitschunkeln mit süßlicher
Verzierung. Professionelle Musiker und Konzert-veranstalter fürchten
jetzt um den Ruf der Musikstadt Wien.
Robert Menasse: Erklär mir Österreich: Sein neues Buch und der
"Jean-Amery-Preis": Mit seinen kritischen, scharfsinnigen, aber auch
witzigen Essays zur Geschichte und Politik Österreichs hält Robert
Menasse seiner Heimat immer wieder einen Spiegel vor. Im vergangenen
Jahr wurde der Autor dafür mit dem österreichischen Staatspreis für
Kulturpublizistik gewürdigt. Vom Staat für Staatskritik honoriert zu
werden, löste bei Menasse Unbehagen aus. Jetzt stiftet der streitbare
Autor sein Preisgeld, um selbst einen Preis ins Leben zu rufen: den
Jean-Amery-Preis für Essayistik, der von einer internationalen Jury
am Mittwoch, dem 30. August, erstmals verliehen wird. "Ich
privatisiere meinen Staatspreis", sagt Robert Menasse und will damit
nicht nur auf die "tolpatschige Privatisierungs-Debatte" im Land
aufmerksam machen, sondern auch die intellektuelle Auseinandersetzung
mit der politischen Entwicklung in Österreich und Europa fördern.
Barbara Rett begrüßt Autor Robert Menasse live im Studio.
Österreich - Mon Amour: Gérard Mortiers "Demokratisches Fest" in der
Salzburger Felsenreitschule: Die politische Wende in Österreich ist
nicht nur für Festspielintendant Mortier, sondern auch für viele
Künstler Anlaß, die neue Situation kritisch zu beobachten. Das Land
mit Absagen zu boykottieren ist für viele die falsche Antwort, aber
der Wunsch nach Artikulation ist groß. Eine "Charme-Offensive", eine
"kulturelle Hommage" nennt Gérard Mortier das Fest, bei dem so
prominente Künstler wie Erwin Steinhauer, Maria Bill, Anne Bennent,
Michael Köhlmeier, Ulrich Tukur und Dörte Lyssewski ihre Beziehung zu
Österreich zum Ausdruck bringen.
Bryn Terfel und sein Musikfestival: Der Starbariton aus Wales: Er
zählt zur Weltelite und ist an allen großen Opernhäusern ein
gerngesehener Gast: der walisische Bariton Bryn Terfel. Vor 35 Jahren
in einem kleinen Einsiedlerdorf geboren, wuchs er in einer
wildromantischen Landschaft auf. Seiner Heimat Wales ist er bis heute
treu geblieben. Jetzt gründet er hier ein eigenes kleines Festival.
Unter freiem Himmel wird ein abwechslungsreiches Programm geboten:
von klassischer Oper bis zu walisischen Volksliedern. "Treffpunkt
Kultur" hat Bryn Terfel in Wales besucht.
Multitalent Amina Handke: Ein Porträt: Aufgewachsen ist sie in Paris,
Berlin und Salzburg: Amina Handke, Tochter von Schriftsteller Peter
Handke und Schauspielerin Libgart Schwarz, studierte in Wien Malerei
und visuelle Mediengestaltung. Heute zählt sie zu den vielseitigsten
Künstlerinnen Österreichs. Sie ist Malerin, Bühnen- und
Kostümbildnerin, sie dreht, schneidet und produziert Kunstvideos, sie
war TV-Moderatorin einer Musiksendung und sie arbeitet seit zehn
Jahren sehr erfolgreich als DJ. Anläßlich der Premiere
"schneeziegenmanöver" in der gruppe 80, für die Amina Handke das
Bühnenbild entworfen und ein Video produziert hat, stellt "Treffpunkt
Kultur" die junge Künstlerin vor.
Le Corbusier in Indien: Der Stararchitekt und seine Visionen: Das
Credo des Schweizer Stararchitekten Le Corbusier: "Eine Stadt soll
ein lebendiger Organismus sein, konstruiert wie ein menschlicher
Körper." Zehn Jahre vor der Einweihung der weit bekannteren
Reißbrettstadt Brasilia schuf Le Corbusier ab 1950 mitten in Indien
ein zu Beton gewordenes Vermächtnis seiner städtebaulichen Visionen:
Chandigarh in Punjab. Sein Konzept wird einerseits als europäischer
Neokolonialismus geschmäht, andererseits als bahnbrechende
Errungenschaft gefeiert. "Treffpunkt Kultur" hat Chandigarh 50 Jahre
nach seiner "Geburt" besucht.
Rückfragehinweis: ORF-Pressestelle
Andrea Rössner
(01) 87878 - DW 13945
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