ARBÖ: Spritpreisdiskussion, der große Unterschied zwischen Verstehen und Verständnis

Verbesserungen im Shopgeschäft würden Spritpreissenkungen bewirken

Wien (ARBÖ) - Die neuerlich gestiegenen Dieselpreise und die Aussage von OMV-Generaldirektor Dr. Richard Schenz: "Die Politiker verstehen unsere Argumente. Sobald eine Kamera oder ein Mikrophon
in der Nähe ist, ist der Wähler aber wieder wichtiger.", ergeben für den ARBÖ folgende Überlegung:

Jahrelang erzählten die Mineralölchefs der Politik und den Konsumenten, dass in Österreich höhere Vertriebskosten als anderswo entstehen, ein geringeres Tankstellen-Shopgeschäft als überall vorherrscht und zu viele Tankstellen überhaupt tätig wären. Diese Argumente hören und verstehen auch akustisch die Konsumenten. ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar: "Die Konsumenten und der ARBÖ als Interessenvertreter der Kraftfahrer haben kein Verständnis dafür, dass in diesen Jahren nicht allzu viel an Verbesserungen der Vertriebsstrukturen und der
Durchsetzung von vermehrten Tankstellenshops gegenüber den Kammerfunktionären erfolgte."

Die Verpflichtung der österreichischen Mineralölwirtschaft auch gegenüber ausländischen Shareholdern ist bekannt, trotzdem sollte nach Meinung von Dr. Hellar der Konsument in Österreich im Vordergrund stehen: "An der Mineralölwirtschaft liegt es zu beweisen, dass sie die Strukturbereinigung vorantreibt. Dann gibt
es auch Verständnis für ihre Argumente von seiten des ARBÖ. 25 Groschen Preisdifferenz in Folge besserer Umweltauflagen in Österreich - wie Gaspendelanlagen und Gasrückführung - im Vergleich zu anderen europäischen Staaten hält der ARBÖ für gerechtfertigt. Auf Dauer sind jedoch die höheren Nettopreisdifferenzen von nun über 40 Groschen gegenüber anderen EU-Staaten nicht gerechtfertigt, die sich aus Strukturproblemen ergeben."

Nicht unerwähnt bleiben darf, dass durch eine höhere Preissituation der Mehrwertsteueranteil auf Treibstoffen seit Jahresbeginn zumindest um zwei Milliarden Schilling zugenommen
hat, bezahlt von den Kraftfahrern. ARBÖ-Generalsekretär Dr. Hellar kritisiert dabei: "Man hört von der Politik kein Wort, dass diese zwei Milliarden Schilling an Mehreinnahmen in den Ausbau und die Erhaltung der Infrastruktur zurückfließen. Dadurch könnte man der mangelhaften Finanzierung des Straßenbaus entgegen wirken und auch die Verkehrssicherheit verbessern."

Faktum ist, dass hohe Treibstoffpreise nicht nur für den Einzelnen, sondern auch wirtschaftspolitisch von Nachteil sind.
Sie bewirken höhere Inflation, ein Sinken der Kaufkraft und der Nachfrage nach dem Individualverkehrsmittel Auto, und damit eine geringere Steuerleistung insgesamt. Nach Angaben von Vertretern
der Mineralölwirtschaft würde alleine eine Rahmenverbesserung im Tankstellenshopgeschäft die Treibstoffpreise um 20 bis 25 Groschen je Liter billiger werden lassen.

ARBÖ-Generalsekretär Dr. Hellar abschliessend: "Daher ist es selbstverständlich, dass sich alle Politiker der Welt um die Energiepreise kümmern und wegen des Steuerverlustes, der Pendlerproblematik und der Inflation gegensteuern wollen."

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