Studie über Hospizbetreuung in NÖ

Prokop: Neue Aufgabe der Sozialpolitik

St.Pölten (NLK) - "Die Betreuung todkranker Patienten und ihrer Angehörigen ist eine wesentliche zusätzliche Herausforderung für die Gesundheits- und Sozialpolitik in den nächsten Jahren in unserem Bundesland", weist Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop auf eine neue Aufgabe des Landes Niederösterreich hin. Mit der Hospizbetreuung werden Menschen mit einer lebensbedrohenden Erkrankung in ihrem Recht auf ein würdiges und schmerzfreies Leben unterstützt. "Weil die Betreuung der Sterbenden und ihrer Angehörigen sowohl in den Spitälern als auch in den Pflegeheimen und besonders zuhause angeboten werden muss, sind damit für die öffentliche Hand hohe Mehrkosten verbunden und eine entsprechende Planung für die Hospizbetreuung erforderlich. Für die medizinischen Leistungen im Rahmen der Sterbebegleitung wird die Sozialversicherung aufkommen müssen", führt Prokop aus.

In Niederösterreich sterben jährlich rund 16.000 Menschen. Experten schätzen, dass etwa 2 Prozent davon eine Hospizbetreuung in Anspruch nehmen werden. Der exakte Bedarf wird im Rahmen einer Studie vom Land Niederösterreich erhoben.

In Niederösterreich werden in einigen ausgewählten Pflegeheimen des Landes und darüber hinaus in einigen Regionen in der Hauskrankenpflege von der Caritas bereits Modelle der Hospizbetreuung erprobt. "Weil Sterbebegleitung an die Betreuer hohe psychische Ansprüche stellt, werden nur anerkannte Organisationen mit fachlich ausgebildetem Personal eine Förderung für die Hospizbetreuung erhalten", weist Prokop auf die Notwendigkeit der Festlegung von Qualitätsstandards für die Sterbebegleitung hin. In den letzten Monaten haben sich in Niederösterreich in einigen Regionen Vereine gebildet, die Hospizbetreuung anbieten wollen.

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