Pumberger fordert Einführung der chemischen Kastration für Kinderschänder

Freiheitsstrafen alleine sind zu wenig

Wien, 2000-08-26 (fpd) - Für eine Hormonbehandlung von Sexualstraftätern, sprach sich der freiheitliche Gesundheitssprecher Abg. Dr. Alois Pumberger aus und schaltete sich so in die laufende Debatte ein. ****

"Schwerer sexueller Mißbrauch von Unmündigen ist mit 1 bis 10 Jahren Freiheitsstrafe bedroht. Die durchschnittliche Strafzumessung im Jahre 1998 zeigt allerdings, daß ein Viertel der Fälle mit 1 bis 3 Jahren und mehr als die Hälfte mit noch weniger davon gekommen sind. In solchen Fällen kann nicht mehr von Strafe gesprochen werden", zeigte sich Pumberger überzeugt.

Er, Pumberger, könne sich daher vorstellen, den Tätern die Möglichkeit zu eröffnen, sich freiwillig der chemischen Kastration zu stellen. " Bei dieser Behandlung wird monatlich 3,75 mg Triptolrelin injiziert und somit die Testosteronproduktion verringert. Weniger Hormone bedeuten weniger Sexualdrang und zwangsläufig weniger Rückfallstäter", erläutert Pumberger.

"Die freiwillige Zustimmung ist juristisch notwendig. Sie könnte aber - bereits bei der Urteilsfindung ausgesprochen - als Milderungsgrund berücksichtigt werden. In allen andern Fällen muß die volle Härte des Gesetzes wirken. Eine vorzeitige Entlassung ohne Hormonbehandlung darf in Zukunft nicht mehr erfolgen", schloß Pumberger. (Schluß)

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