Görg: summerstage-Zukunftssymposium wird fortgesetzt

Wien, (OTS) Beim summerstage-Zukunftssymposium, das am
Mittwoch auf der Rossauer Lände stattgefunden hat, wurde einen Tag lang mit Spitzenbeamten von Bund und Gemeinde, Architekten und Architekturstudenten, sowie dem Bauträger SEG und der Fa. Habau, das Thema: "Bauen und Gestalten am Donaukanal" diskutiert.

Die Veranstaltung, die auf Initiative von summerstage-Betreiber Ossy Schellmann in Kooperation mit der Geschäftsgruppe Planung und Zukunft und dem Bauträger SEG organisiert wurde, behandelte vorrangig Fragen über Chancen, Potenziale und Grenzen des Donaukanals, welche konkreten Nutzungsüberlegungen aus Sicht der Stadt aber auch von Seiten privater Investoren gibt es und welche Maßnahmen könnten zukünftig gesetzt werden, um privaten Investoren den behördlichen Hürdenlauf bei der Einreichung und Umsetzung von Projekten zu vereinfachen.

In seinem einleitenden Referat sagte Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg: "Es war der Stadt immer schon ein Anliegen, Ruhe-und Freizeitzonen, die nur zum Teil genutzt wurden, zu attraktivieren und jene Stadtteile, die direkt am Wasser liegen, auch symbiotisch mit der Wasser zu verbinden. Er, Görg, sehe große Chancen, den Donaukanal durch qualitativ hochwertige Architektur
und einen guten durchmischten Nutzungsmix ins 21. Jahrhundert zu führen. Aus Sicht der Stadtplanung seien das Zaha Hadid-Projekt
der SEG aber auch jene Bauten, die die Meile der Firmenhauptsitze entlang des Wasserarms jetzt komplementieren, Garant dafür, dass dieses Vorhaben gelingen könne, so Görg.****

Tagesprogramm des summerstage Zukunftssymposiums

Das summerstage Zukunftssymposium wurde mit einer generellen Bestandsaufnahme zum bereits bestehenden Projekt summerstage
(Arch. Michael Embacher) und einem kurz vor der Realisierung stehenden SEG-Projekt, nämlich der Überbauung der Stadtbahnbögen im Bereich der Spittelauer Lände (Arch. Zaha Hadid - Baubeginn 2001) eingeleitet. In vier darauf folgenden Diskussionsforen wurde mit Experten, Architekten, Architekturstudenten und privaten Investoren mögliche neue Wege des Planens, Bauens und Inszenierens am Donaukanal beleuchtet und ein Thesen-Forderungskatalog erarbeitet.

Thesen- und Forderungskatalog

o Aufbauend auf dem Donaukanal-Leitbild von Boris Podrecca

(1992) soll von der Stadt eine neue Planungs- und Nutzungsphilosophie arbeitet werden, die der Stadt, dem Bund
aber auch potenziellen Investoren konkrete Rahmenvorgaben
zu den einzelnen Donaukanalabschnitten gibt.
o Rahmenvorgaben sollen flexibel und temporär, also auf

bestimmte Zeiträume festgelegt werden, um das
Nutzungspotenzial nicht einzuzementieren.
o Es soll eine unabhängige Koordinationsstelle als generelle

Anlaufstelle für den Donaukanal geschaffen werden, die
Nutzungs- und Veranstaltungsüberlegungen als
Projekteinreichungen bündelt, prüft und mit den zuständigen Magistratsabteilungen, sowie mit dem Bund koordiniert.
o Punktuelle Infrastrukturverbesserungen, wie z.B. zusätzliche

behindertenfreundliche Stiegen und Fußgängerübergänge,
bessere Beleuchtung im Bereich bereits bestehender
Einrichtungen, sollen vorgenommen werden.
o Zukünftige Projekte sollen immer auch unter dem Aspekt der

Einbeziehung des Hinterlandes geplant werden.

Den Abschluss des Symposiums bildete eine Zusammenfassung der erarbeiteten Thesen und Forderungen durch die Moderatorin DI Ute Woltron. Im Zuge der Präsentation des erarbeiteten Thesenkatalogs wurden auch drei Wünsche an Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg herangetragen, die dieser spontan zusagte, zu unterstützen.

Es solle ein Folgesymposium zum Donaukanal stattfinden, das
auf den erarbeiteten Forderungen und Thesen aufgebaut und im November 2000 stattfinden soll. Dabei soll eine Brainstorming-Runde, die sich beim ersten Zukunftssymposium gebildet hat, Anfang September zur Vorbereitung des Folgesymposiums eingesetzt werden. Das summerstage-Zukunftssymposium soll zweimal jährlich zu ausgewählten Themen weitergeführt werden.

Bei der dritten Forderung - die Schaffung einer unabhängigen Donaukanal-Koordinationsstelle - schränkte Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg allerdings ein, er sei kein Freund zusätzlicher Bürokratie, die geschaffen werden müsse, um interne und externe Kommunikationsschwierigkeiten und Interessenskonflikte zu lösen.
Er sei aber durchaus dafür zu haben, diese neue Stelle dann einzurichten, wenn ein guter Konzeptvorschlag vorliege, der schlüssig nachweise, dass es dadurch zu einer Vereinfachung interner und externer Abläufe komme. (Schluss) lei/rr

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