- 25.08.2000, 11:41:41
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Görg: summerstage-Zukunftssymposium wird fortgesetzt=
Wien, (OTS) Beim summerstage-Zukunftssymposium, das am
Mittwoch auf der Rossauer Lände stattgefunden hat, wurde einen Tag
lang mit Spitzenbeamten von Bund und Gemeinde, Architekten und
Architekturstudenten, sowie dem Bauträger SEG und der Fa. Habau,
das Thema: "Bauen und Gestalten am Donaukanal" diskutiert.
Die Veranstaltung, die auf Initiative von summerstage-
Betreiber Ossy Schellmann in Kooperation mit der Geschäftsgruppe
Planung und Zukunft und dem Bauträger SEG organisiert wurde,
behandelte vorrangig Fragen über Chancen, Potenziale und Grenzen
des Donaukanals, welche konkreten Nutzungsüberlegungen aus Sicht
der Stadt aber auch von Seiten privater Investoren gibt es und
welche Maßnahmen könnten zukünftig gesetzt werden, um privaten
Investoren den behördlichen Hürdenlauf bei der Einreichung und
Umsetzung von Projekten zu vereinfachen.
In seinem einleitenden Referat sagte Vizebürgermeister Dr.
Bernhard Görg: "Es war der Stadt immer schon ein Anliegen, Ruhe-
und Freizeitzonen, die nur zum Teil genutzt wurden, zu
attraktivieren und jene Stadtteile, die direkt am Wasser liegen,
auch symbiotisch mit der Wasser zu verbinden. Er, Görg, sehe große
Chancen, den Donaukanal durch qualitativ hochwertige Architektur
und einen guten durchmischten Nutzungsmix ins 21. Jahrhundert zu
führen. Aus Sicht der Stadtplanung seien das Zaha Hadid-Projekt
der SEG aber auch jene Bauten, die die Meile der Firmenhauptsitze
entlang des Wasserarms jetzt komplementieren, Garant dafür, dass
dieses Vorhaben gelingen könne, so Görg.****
Tagesprogramm des summerstage Zukunftssymposiums
Das summerstage Zukunftssymposium wurde mit einer generellen
Bestandsaufnahme zum bereits bestehenden Projekt summerstage
(Arch. Michael Embacher) und einem kurz vor der Realisierung
stehenden SEG-Projekt, nämlich der Überbauung der Stadtbahnbögen
im Bereich der Spittelauer Lände (Arch. Zaha Hadid - Baubeginn
2001) eingeleitet. In vier darauf folgenden Diskussionsforen wurde
mit Experten, Architekten, Architekturstudenten und privaten
Investoren mögliche neue Wege des Planens, Bauens und Inszenierens
am Donaukanal beleuchtet und ein Thesen-Forderungskatalog
erarbeitet.
Thesen- und Forderungskatalog
o Aufbauend auf dem Donaukanal-Leitbild von Boris Podrecca
(1992) soll von der Stadt eine neue Planungs- und
Nutzungsphilosophie arbeitet werden, die der Stadt, dem Bund
aber auch potenziellen Investoren konkrete Rahmenvorgaben
zu den einzelnen Donaukanalabschnitten gibt.
o Rahmenvorgaben sollen flexibel und temporär, also auf
bestimmte Zeiträume festgelegt werden, um das
Nutzungspotenzial nicht einzuzementieren.
o Es soll eine unabhängige Koordinationsstelle als generelle
Anlaufstelle für den Donaukanal geschaffen werden, die
Nutzungs- und Veranstaltungsüberlegungen als
Projekteinreichungen bündelt, prüft und mit den zuständigen
Magistratsabteilungen, sowie mit dem Bund koordiniert.
o Punktuelle Infrastrukturverbesserungen, wie z.B. zusätzliche
behindertenfreundliche Stiegen und Fußgängerübergänge,
bessere Beleuchtung im Bereich bereits bestehender
Einrichtungen, sollen vorgenommen werden.
o Zukünftige Projekte sollen immer auch unter dem Aspekt der
Einbeziehung des Hinterlandes geplant werden.
Den Abschluss des Symposiums bildete eine Zusammenfassung der
erarbeiteten Thesen und Forderungen durch die Moderatorin DI Ute
Woltron. Im Zuge der Präsentation des erarbeiteten Thesenkatalogs
wurden auch drei Wünsche an Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg
herangetragen, die dieser spontan zusagte, zu unterstützen.
Es solle ein Folgesymposium zum Donaukanal stattfinden, das
auf den erarbeiteten Forderungen und Thesen aufgebaut und im
November 2000 stattfinden soll. Dabei soll eine Brainstorming-
Runde, die sich beim ersten Zukunftssymposium gebildet hat, Anfang
September zur Vorbereitung des Folgesymposiums eingesetzt werden.
Das summerstage-Zukunftssymposium soll zweimal jährlich zu
ausgewählten Themen weitergeführt werden.
Bei der dritten Forderung - die Schaffung einer unabhängigen
Donaukanal-Koordinationsstelle - schränkte Vizebürgermeister Dr.
Bernhard Görg allerdings ein, er sei kein Freund zusätzlicher
Bürokratie, die geschaffen werden müsse, um interne und externe
Kommunikationsschwierigkeiten und Interessenskonflikte zu lösen.
Er sei aber durchaus dafür zu haben, diese neue Stelle dann
einzurichten, wenn ein guter Konzeptvorschlag vorliege, der
schlüssig nachweise, dass es dadurch zu einer Vereinfachung
interner und externer Abläufe komme. (Schluss) lei/rr
Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Andrea Leitner
Tel.: 4000/81 414
e-mail: lei@gpz.magwien.gv.at
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