Bäcker sind wieder optimistischer

Umsätze steigen - Preisdumping von Großbetrieben drückt kleine Bäckereien an den Rand des Ruins

Wien (PWK715) - Die heimischen Bäcker backen wieder größere Semmeln. Laut einer Umfrage des Instituts für Gewerbe und Handelsforschung (IfGH) beurteilen die meisten Betriebe ihre konjunkturelle Situation im II. Quartal 2000 besser als im Vorjahr. Auch der Anteil der Bäckereien mit höheren Umsätzen ist deutlich gestiegen: 83% der Betriebe bewerten ihre Geschäftslage derzeit als "gut" oder "saisonüblich". Im Vorjahr waren es erst 63%.

Auch für das dritte Quartal rechnen mehr Betriebe mit einem besseren Geschäftsverlauf als noch im Vorjahr. Leider drückte das Preisdumping des Marktführers immer mehr kleinere Bäckerein an den Rand des finanziellen Ruins. Allein 1999 mussten 93 kleine Bäcker aufgeben.

Erstmals seit 1995 melden die Betriebe wieder steigende Umsätze. Der Saldo lag im II. Quartal 2000 bei +7%. Im Vorjahr waren es per Saldo noch 17%, die Umsatzeinbußen hinnehmen mussten. Lediglich in Kärnten hat sich die Umsatzentwicklung im Jahresvergleich verschlechtert.

Dass der Aufschwung noch "frisch" ist, zeigt die Tatsache, dass im I. Quartal 9% der Unternehmen Umsatzrückgänge meldeten. Bei Back- und Konditorwaren hielt sich die Zahl der Betriebe mit Umsatzsteigerungen und Rückgängen die Waage. Im Großkundengeschäft und beim Handel mit sonstigen Lebensmitteln und Produkten ist jedoch ein hoher Prozentsatz der mittelständischen Bäcker mit drastischen Umsatzeinbußen konfrontiert. "Schlimm sind die Schleuderpreise des Marktführers. Deshalb stehen die kleinen Betriebe so schlecht da, dass die meisten ihr Geschäft nur noch auf Kreditbasis finanzieren", zeigt sich Heinz Hofmann, Bundesinnungsmeister der Bäcker, besorgt.

Trotz aller Widrigkeiten sind die meisten Betriebe für die Zukunft optimistisch. 20% rechnen im III. Quartal mit Umsatzsteigerungen. Im Vorjahr befürchteten noch 8% der Unternehmen Umsatzrückgänge. Lediglich in Kärnten sind die Unternehmen weniger zuversichtlich als im Vorjahr.

Vorsichtig sind die Betriebe derzeit mit der Aufnahmen von neuem Personal. Nur 0,2% der Bäcker wollen zusätzlich Arbeitskräfte einstellen. Deutlich mehr Jobs alles im Vorjahr könnten lediglich in Niederösterreich und der Steiermark geschaffen werden. Erfreulich ist, dass in Wien weniger Personal abgebaut werden soll als noch im Vorjahr. (MH)

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