AK will Konsumentenschutz für Flugpassagiere verbindlich geregelt haben

AK unterstützt EU-Vorschläge

Wien (AK) - Gut, dass es künftig mehr Konsumentenschutz für Flugpassagiere geben soll - aber freiwillige Selbstverpflichtungen der Fluglinien und Flughäfen gewähren keinesfalls ausreichenden Schutz, sagen die AK-Konsumentenschützer. Die EU-Kommission hat jetzt Verbesserungen für Verbraucher im Flugverkehr vorgeschlagen, die sich großteils mit den AK-Forderungen decken: Verbesserte Informationen bei den Flugpreisen und -linien, Entschädigungen für Flugverspätungen, mehr Service auf den Flughäfen und ein vereinfachtes Beschwerdeverfahren. Das EU-Parlament und der Rat müssen diese Vorschläge verbindlich regeln und rasch umsetzen, verlangt die AK. ****

Flugverspätungen, zu enge Sitzplätze, Chaos auf den Flughäfen -welcher Konsument hat sich darüber nicht schon einmal geärgert. Eine aktuelle Erhebung der AK über Konsumentenbeschwerden im Urlaub zeigt: Beschwerden über Flugverspätungen spielen eine immer größere Rolle. An oberster Stelle der Beschwerdenliste stehen auch geänderte Abflugzeiten, Absagen vor allem im Charterverkehr, Klagen über Gepäcksverlust oder das verspätete Eintreffen der Koffer am Urlaubsort, Stornogebührenforderungen bei Rücktritt vom Flug und die Nichtübertragbarkeit von Tickets.

Mehr Schutz
Die AK-Konsumentenschützer haben sich bereits Anfang des Jahres für mehr Konsumentenschutz bei Flugreisen eingesetzt. Nun hat die EU-Kommission konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, die von der AK weitgehend unterstützt werden. Jedoch freiwillige Selbstverpflichtungen der Fluglinien und Flughäfen sind zu wenig, kritisieren die AK-Konsumentenschützer. Diese Regelungen müssen vom EU-Parlament verbindlich und rasch umgesetzt werden, fordert die AK.

+ Mehr Information
Die Konsumenten sollen mehr Informationen erhalten: Mit welchen Flugzeug, welcher Fluglinie sie tatsächlich fliegen. Auf den Ticketpreisen sollen alle Steuern und Abgaben angegeben sein.

+ Entschädigung bei Flugverspätungen
Künftig soll es auch eine Abfindung geben, wenn Konsumenten auf Grund von Überbuchungen mit einem Charterflug nicht mitfliegen können -bisher galt das nur für Linienflüge. Darüber hinaus soll es Entschädigungen für jede Verspätung geben, wenn dafür die Fluglinie verantwortlich ist.

+ Mehr Service am Flughafen
Die Flughäfen sollen "konsumentenfreundlicher" werden, zB während des Eincheckens.

+ Einfachere Beschwerden
Es soll ein einfaches und transparentes Verfahren des Beschwerdemanagements eingerichtet werden. Denn für die Konsumenten ist es oft schwierig, konkrete Ansprechpartner für ihre Beschwerden zu bekommen.

Die AK-Konsumentenschützer fordern weiters, dass in jedem Fall eine bestimmte Mindestanzahl an Billigticket pro Flug angeboten wird, weil hier oft mit Lockangeboten gearbeitet wird, und es dann nur sehr wenig Plätze zum günstigen Tarif gibt, eine Infopflicht der Fluglinien, wenn Gepäck zusätzlich versichert werden soll, und dass Konsumenten erst eine Stornogebühr zahlen müssen, wenn die Fluglinie den Schaden nachweist.

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