Zwangsarbeiter-Versöhnungsfonds: 1Milliarde Schilling von ÖIAG-Beteiligungsunternehmen

Wien (OTS) - Im Sinne einer konstruktiven Lösung der Zwangsarbeiterfrage und der damit im Zusammenhang stehenden Dotierung des Österreichischen Versöhnungsfonds teilt der Vorstand der ÖIAG mit, dass die ÖIAG-Beteiligungsgesellschaften und die ÖIAG gemeinsam einen Betrag von ATS 1.000.000.000,- leisten werden.

Dieser gemeinschaftlich getroffene Entschluss wurde der Regierungsbeauftragten, Frau Dr. Maria Schaumayer, und dem Koordinator der Wirtschaft, Herrn Generaldirektor Dr. Kessler, in der Vorwoche offiziell mitgeteilt.

Der Betrag in Höhe von ATS 1Mrd. orientiert sich an dem von Frau Dr. Maria Schaumayer als allgemeiner Richtwert genannten 2 Promille Umsatzschlüssel und umfasst darüber hinaus eine Betroffenheitskomponente in erheblichem Ausmaß, die von der ÖIAG selbst geleistet wird.

Die ÖIAG und die Beteiligungsunternehmen gehen davon aus, dass mit diesem Beitrag ein nachhaltiges Zeichen für eine rasche und konstruktive Lösung gesetzt wird und alle anderen Unternehmen der österreichischen Wirtschaft diesem Vorbild folgen werden.

Die Zusage, die vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichtsräte der einzelnen Gesellschaften gemacht wurde, ist an folgende Bedingungen geknüpft:

- Der Versöhnungsfonds ist vollständig zu dotieren. Auch die übrige Wirtschaft hat nach denselben Kriterien ihren angemessenen Beitrag zu leisten.

- Im Zusammenhang mit der gegenständlichen abschliessenden Regelung zum Themenkomplex Zwangsarbeit einschliesslich allfälliger anderer Ansprüche aus dem gleichen relevanten Zeitraum gegenüber der Industrie wird umfassende Rechtssicherheit für die österreichische Wirtschaft geschaffen.

Die ÖIAG geht davon aus, dass dieser Solidaritätsbeitrag den abschließenden Gesamtbetrag aller beteiligten Unternehmen im Zusammenhang mit der Zeit des nationalsozialistischen Regimes während des Zweiten Weltkrieges darstellt.

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