Farthofer: Jetzt werden auch die Winzer von ihrer Standesvertretung im Stich gelassen

Traubenpreise sind im Keller, Vertrieb- und Handel schlucken die Gewinne

St. Pölten (SPI) - "Es müssen schon furchtbare Umstände für die Winzer sein, wenn sie verbittert meinen, es ‚wäre besser, die Beeren an den Stöcken hängen zu lassen‘", kommentiert der Landwirtschaftssprecher der SPNÖ LAbg. Erich Farthofer jüngste Presseberichte. Die Beeren werden derzeit zu einem Kilopreis von S 4,- gehandelt. "Das ist schlicht und einfach zuwenig. Offenbar bleibt das Geld, das in die diversen Förderungen fließt, in anderen Maschinerien, wie der Vermarktung oder in den Genossenschaften hängen. Die VPNÖ beweist wieder einmal ihr Unvermögen und ihr Verständnis von sozialer Gerechtigkeit. Während vermögende Landwirte und Großgrundbesitzer sich über allerlei Zuwendungen freuen können, leiden die kleinen Bauern unter massiven Einbussen und starkem Preisdruck", kritisiert der SP-Landwirtschaftssprecher.****

"Schlimm ist nur, dass VPNÖ-Landespolitiker dies auch noch öffentlich beweinen und sich achselzuckend vermeintlich wichtigeren Dingen zuwenden. Man könne gegen das Diktat des Handels nichts unternehmen, ist da zu hören. Dann hat die ÖVP als Vertreter der Landwirtschaft längst alle Kompetenz verloren, und das in sie gesetzte Vertrauen mehr als missbraucht", so Farthofer, für den der neue NÖ Agrarlandesrat Plank eindeutig zum Handeln aufgefordert ist. "Statt in unrentable Genossenschaften zu investieren und feudale Landwirtschaftskammern zu errichten, sollte man den Fluss der Fördergelder - und das ist immerhin ein Milliardenbetrag österreichweit - in die Erhaltung der ‚kleineren‘ Landwirte lenken. Denn schließlich sind sie es, die den ‚Feinkostladen‘ Österreich und spezifisch Niederösterreich mit der ausgezeichneten Qualität ihrer Produkte zu weltweitem Ruhm und Ansehen gebracht haben. Das gilt nicht nur für den Wein, der international höchste Auszeichnung genießt, sondern auch für alle anderen bäuerlichen und landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Ein Umdenken in der Förderpolitik ist mehr als dringlich", so der Landwirtschaftssprecher abschließend. (Schluss) sk

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