Kopietz: Wien nimmt für Oktober-Termin 275 zusätzliche Zivildiener auf eigene Kosten auf

"Geldzuschuss für Strasser in Kauf nehmen"

Wien (SPW) "Es geht darum, engagierte, junge Männer zu unterstützen und sie nicht für ihr soziales Gewissen zu bestrafen", kommentierte der Landesparteisekretär der SPÖ-Wien, LAbg. Harr Kopietz gegenüber dem Pressedienst der SPÖ Wien den Schritt der Stadt Wien, für den Oktober-Termin 275 zusätzliche Zivildiener vom Bund anzufordern. Für jeden dieser jungen Männer muss die Stadt Wien nämlich 10.500 Schilling pro Monat aus der "eigenen Tasche" an den Bund zahlen, von denen der jeweilige Zivildiener aber nur 3.648.-Schilling ausbezahlt bekommt.***

"Die Stadt Wien hätte auch auf stur schalten und nur die von Innenminister Strasser für Wien vorgesehenen 362 Zivildiener akzeptieren können. Leidtragende wären aber dann ein weiteres Mal die jungen Männer", so Kopietz. Bei einem Rückstau von 16.000 wartenden Zivildienern wären diese aber ohnehin schon gezwungen, knapp vier Jahre auf einen Zivildienstplatz zu warten, was eine geregelte Lebensplanung völlig unmöglich macht. "Einmal mehr zeigt sich, wo die derzeitige Regierung den Sparstift ansetzt: Bei denjenigen, die noch ein soziales Gewissen haben und trotz schikanöser Methoden der Regierung, wie etwa die Gehaltskürzung auf 43 Schilling pro Tag, weiter ihren Grundsätzen treu bleiben", will Kopietz ein Sparen auf dem Rücken der jungen Männer nicht zulassen.

Er erinnerte dabei an die Aussagen des derzeitigen Verteidigungsministers Scheibner, der in einem Interview mit der Tiroler Tageszeitung im Juli stolz erklärt hatte, dass sich die Verknappungen der Zivildienststellen und die massiven Kürzungen beim Essensgeld positiv auf das Bundesheer auswirken würden, da es endlich wieder mehr Präsenzdiener gebe. "Wir wollen den jungen, engagierten Leuten die Möglichkeit geben, über ihr Leben selbst zu entscheiden.", erklärte Kopietz.

Bezeichnend sei, dass Strassers "Sonderprogramm" für Trägerorganisationen zwar vorsieht, einen Zivildiener um 10.500 Schilling pro Monat "kaufen" zu können, die Zivildiener selbst aber nur 3.648 Schilling Gehalt erhalten. Wozu der Differenzbetrag von 6.852 Schilling diene, konnte Strasser noch immer nicht klären. Allein Anfang Oktober beginnen in Österreich 841 durch das Sonderprogramm gesponserte Zivildiener, was für Strasser Zusatzeinnahmen von mehr als 5,5 Millionen Schilling garantiert. "Es ist mehr als bitter, jemanden für so eine Politik noch ein extra Körberlgeld zu verschaffen. Für uns steht aber die Zukunft der jungen Menschen im Vordergrund", so Kopietz abschließend. (Schluss) sl

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