PRESSEMITTEILUNG des Österreichischen Presserats

Wien (OTS) - Der Österreichische Presserat hat sich in seiner Sitzung vom 23. August 2000 mit der Beschwerde von Franz Huber, Amtsdirektor, gegen den Artikel "Stockerauer Großgrundbesitzer macht Floridsdorfer Mietern das Leben schwer" in Floridsdorfer Zeitung, 4/2000 befaßt und einhellig festgestellt, daß mit der Veröffentlichung des Artikels gegen Punkt 2.3. und Punkt 5.2. des Ehrenkodex der Österreichischen Presse verstoßen wurde. (Pkt. 2.3:
"Beschuldigungen dürfen nicht erhoben werden, ohne dass nachweislich wenigstens versucht worden ist, eine Stellungnahme der beschuldigten Person(en) oder Institution(en) einzuholen. Handelt es sich um die Wiedergabe einer öffentlichen Beschuldigung, ist dies deutlich kenntlich zu machen." Pkt. 5.2: "Persönliche Diffamierungen, Verunglimpfungen und Verspottungen verstoßen gegen das journalistische Ethos")

Der Senat entschied daher gemäß § 13 seiner Geschäftsordnung, dass durch die Veröffentlichung die Berufspflichten der Österreichischen Presse grob verletzt wurden.

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