Saif Gaddafi im NEWS-Exklusiv-Interview: 380 Millionen für die Geiseln von Jolo bezahlt

- Deutschland und Frankreich beteiligten sich über die "Gaddafi Charity Foundation". Vorausmeldung zu NEWS 34/00 vom 24. August 2000

Wien (OTS) - Das Lösegeld von umgerechnet rund 380 Millionen Schilling zur Befreiung der Geiseln von Jolo sei bereits übergeben, behauptet Saif al-Islam Gaddafi im Interview mit der Zweitschrift NEWS, die er als weltweit einziges Medium zu einem Interview empfing. Weder sein Vater Muammar el-Gaddafi noch die libysche Regierung würden sich in den Handel einmischen. Dieser laufe ausschließlich über die von ihm vor zwei Jahren gegründete Gaddafi Charity Foundation, die Infrastrukturprojekte auf den Philippinen finanziere.

Die Heimatländer der Gefangenen hätten zur Aufbringung der Mittel durch Einzahlungen in die Foundation beigetragen. Das Lösegeld sei kein Kopfgeld: "Die Zahlung ist mit der Auflage verbunden, auf den Philippinen Krankenhäuser, Kindergärten, Kirchen und Schulen für arme Leute zu bauen." Auf die "Spenderländer" angesprochen antwortete er:
"Zum Beispiel Frankreich und Deutschland."

Die Probleme bei der Freilassung der Geiseln spielt Saif Gaddafi herunter. Die Freilassung werde in den nächsten Tagen erfolgen:
"Möglich ist allerdings, dass es nicht alle auf einmal sein werden. Die Geiselnehmer wollen täglich eine Gruppe aus der Gefangenschaft entlassen. Das ist besser als nichts." Saif Gaddafi bestreitet, dass die Sayyaf-Gruppe für die Entführungen verantwortlich sei. Dieses Gerücht hätten Medien in die Welt gesetzt. Die Verantwortung liege bei "separierten Gruppen, Gangstergruppen, die Freibeuterei betreiben (...) um ihre Ziele durchzusetzen."

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