Schmid möchte Existenz von LKW-Lenkern zerstören

Frächter setzen Lenker unter Termindruck

Wien (ÖGB). "Die wahren Schuldigen sind die Frächter, nicht die LKW-Lenker. Daher ist die Ankündigung von Verkehrsminister Schmid, die Strafen für Übertretungen so hoch anzusetzen, dass die Existenz der Lenker gefährdet ist, der falsche Ansatz", kritisiert der Sekretär des Fachausschusses der Berufskraftfahrer in ÖGB und AK, Thomas Heinschenk.++++

"Der Minister wälzt mit seiner Ankündigung sein eigenes Versagen brutal auf die ArbeitnehmerInnen ab. Geschwindigkeitsübertretungen, Lenkzeit- und Ruhezeitüberschreitungen werden von den Lenkern nicht aus Jux und Tollerei begangen, sondern sind eine direkte Folge des Termindruckes dem sie durch die Vorgaben der Frächter ausgesetzt sind", stellt Heinschenk fest. Daher wäre es auch vernünftig, wenn sich Schmid gemeinsam mit Innenminister Strasser endlich über die "Arbeitsbedingungen auf dem Arbeitsplatz Straße" erkundigen würde.

Heinschenk kritisiert auch, dass LKW-Lenker meistens sehr schnell vorverurteilt werden. Das gelte auch für den tragischen Unfall auf der A1. "Kein Wort darüber unter welchem Druck der Fahrer stand, kein Wort darüber, dass illegale Entlohnungsysteme, wie Bezahlung nach gefahrenen Kilometern die Lenker unter extremsten Druck setzen".(ff)

ÖGB, 23. August 2000
Nr. 690

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