Sichrovsky zu Fritz Molden: "Eine ehrenvolle Ausnahme"

"Nur wenige Österreicher haben ihr Leben im Widerstand riskiert"

Wien, 2000-08-23 (fpd) - "Die von mir in einem Kurier-Interview aufgestellte Behauptung, die österreichische Demokratie sei von ehemaligen Nationalsozialisten und deren Nachkommen nach 1945 aufgebaut worden, soll natürlich nicht die ehrenhaften Erfolge jener wenigen Österreicher mindern, die während der Zeit des Nationalsozialismus ihr Leben als Widerstandskämpfer riskierten. Dennoch bleibe ich bei der Behauptung, daß trotz der wenigen Ausnahmen wie Fritz Molden und einiger anderer, die im In- und auch im Ausland sich für ein demokratisches Österreich einsetzten, die Mehrheit der Österreicher die Nazis unterstützten", sagte heute der freiheitliche Generalsekretär Mag. Peter Sichrovsky.

Es geht hier nicht um einige symbolträchtige Helden wie zum Beispiel Leopold Figl, der viele Jahre im KZ verbracht hat, sondern um den großen Anteil der Bevölkerung, der den Einmarsch der Deutschen vorerst begrüßt und erst nach 1945 zu überzeugten Österreichern wurden. Diese haben auf der mittleren Ebene letzten Endes entscheidend dazu beigetragen, daß Österreich eine stabile Demokratie wurde. Fritz Molden und seine Mitstreiter sind leider, so sehr ich sie verehre, heldenhafte Ausnahmen in diesem System, meinte Sichrovsky abschließend.
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