Wiens grüne Inseln verschaffen Kühlung

Wien, (OTS) Wer sehnte sich in den letzten Wochen nicht nach
so manch kühlem Schattenplatz? Vor allem Bewohner dichter bebauter Stadtgebiete klagten über die drückende Hitze. Eine Form der Erleichterung stellt die Begrünung von Innenhöfen dar, die zu einer Senkung der Temperaturen um 3- 5 C führen kann und damit zu einem angenehmeren Klima beiträgt.

Weitere Vorteile dieser grünen Inseln sind neben dem
optischem Aspekt auch die Schaffung von Ruhe- und Kommunikationszonen für die Bewohner, sowie von Spielflächen für Kinder. Der Sommer ist die beste Zeit, um mit den Vorbereitungen für Begrünungsarbeiten wie Gras anbauen und Vorbereitung der Beete zu beginnen.

Das Stadtgartenamt (Magistratsabteilung 42) ist dabei nicht
nur beratend mit guten Tipps, sondern auch mit Subventionen bis zu 30.000 Schilling behilflich. Das dafür notwendige Formular ist
beim Stadtgartenamt, 3., Am Heumarkt 2b unter der Telefonnummer:
01-4000-71116 erhältlich. Nach Absprache mit dem Hauseigentümer und den Mietern kann der Antrag mit 3 Kostenvoranschlägen bei der MA 42 zur Genehmigung eingebracht werden. Hat die beauftragte Gartenbaufirma die Arbeiten abgeschlossen, reicht der
Antragsteller die Rechnung zur Refundierung beim Stadtgartenamt
ein. Der Betrag wird schließlich nach einer kurzen Besichtigung überwiesen.****

Die grünste Hauptstadt Europas

Die Hälfte des Wiener Stadtgebietes besteht aus unverbauter Fläche und es sind ständig Bemühungen in Gang, die bestehende Situation für die Bürger und Bürgerinnen zu verbessern. So gibt es nicht nur seit über 20 Jahren die Aktion "Innenhofbegrünung". Auch wurde 1994 vom damaligen Planungsstadtrat Dr. Hannes Swoboda, Bezirksvorsteher Reg. Rat Herbert Tamchina und Aktivbürger Peter Pindor (dem gemeinsam mit Dieter Kienast und Wilfried Kirchner bis August diesen Jahres eine Ausstellung in der Wiener Planungswerkstatt gewidmet war) die Aktion zum Schutz der "Alt" Wiener Hausgärten vorgestellt.
Der Arbeitskreis zur "Erhaltung und Entwicklung von Grünoasen" untersuchte im Auftrag der MA 18 (Stadtentwicklung und
Stadtplanung) bis zum Dezember 1995 die Verbesserung der gesetzlichen Situation der Wiener Innenhöfe. Vorschläge wurden unter anderem im Bereich der Bauordnung gemacht. Schutzzonen
sollten nicht nur für historische Bauwerke gelten, sondern auch
auf ihre Gärten ausgedehnt werden können.

Eine weiter Möglichkeit würde die Novellierung des Garagengesetzes darstellen. Die zur Zeit gültige Regelung sieht
die Möglichkeit vor, dass Gartenflächen ab 50 m² dem Abstellen von PKW dienen können, was die Erhaltung und Neugründung von innerstädtischen Grünzonen gefährdet. Wünschenswert wäre außerdem die vermehrte Einbeziehung des Funktionstyps Garten in das Naturschutzgesetz, das zur Zeit von der Magistratsabteilung 22 neu überarbeitet wird. Ein gelungenes Beispiel hierfür stellt der Biedermeiergarten Seidengasse 31 in Neubau dar, der unter Naturschutz gestellt wurde.

Der Phantasie freien Lauf lassen

Wie groß die Auswahl an Pflanzen ist, die schattige Standorte bevorzugen und damit für Innenhöfe geeignet sind, beweist eine Liste der Stadtplanung Wien, auf der sich unter anderem Pfingstrosen, Schlüsselblumen, Efeu, Immergrün, Holunder und Fuchsien befinden.

Anregungen zur kreativen Innenhofbegrünung bieten aber auch folgende Links im Internet:
o www.oegg.or.at/ (Österreichische Gartenbaugesellschaft)
o www.oegla.at/ (Österreichische Gesellschaft für

Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur)
o www.gartentechnik.de/

Bleibt eigentlich nur noch gutes Gelingen zu wünschen. (Schluss) jk/hrs

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