Gewerkschaft: Mehr Kontrollen durch Arbeitsinspektorat

Illegale Entlohnungsformen setzen Lenker unter Druck

Wien (HTV/ÖGB). "Zu wenig Kontrollen des Arbeitsruhegesetzes und illegale Entlohnungsformen sind oft mit Ursache für tragische Unfälle wie jenem auf der A 1", erklärte heute, Dienstag, der Fachsekretär der Bundessektion Transport in der Gewerkschaft Handel, Transport, Verkehr, Georg Eberl.++++

In den vergangenen Tagen stellte die Verkehrsabteilung Tirol fest, dass 70 Prozent der LKW-Lenker sich nicht an die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten halten. Würde man diese LKW vorübergehend aus dem Verkehr ziehen, wären die Unfallrisken mit Schwerfahrzeugen drastisch zu reduzieren. Eberl: "Nach unseren Informationen ist jener LKW-Lenker am Sonntag um 22.00 Uhr von Salzburg Richtung Wien gefahren, anschließend wieder Richtung Salzburg. Die Güterbeförderung ist vom Arbeitsruhegesetz nicht ausgenommen, so dass jener Lenker erst um 0.00 Uhr seinen Dienst hätte antreten dürfen. Würden verstärkte Kontrollen durch das Arbeitsinspektorat, gerade im Hinblick auf das Arbeitsruhegesetz, stattfinden, wären sicherlich die Unfallzahlen zu senken".

Ein weiteres Problem sieht Eberl in den illegalen Entlohnungsformen. So werden viele LKW-Lenker nach gefahrenen Kilometern entlohnt. Eberl: "Das trägt dazu bei, dass viele Lenker zu lange und zu rasch unterwegs sind. Dafür tragen die Unternehmer die Verantwortung".(ff)

ÖGB, 22. August 2000
Nr. 687

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Franz Fischill
Telefon: (01) 534 44/510 DW oder 0699/1942 08 74
Fax: (01) 533 52 93
E- Mail: presse@oegb.or.at
Homepage: www.oegb.at

ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB