"Arbeiterkammer nicht in Partei-Geiselhaft nehmen!" Schöls warnt vor drohender Abwertung des Arbeitnehmer-Parlaments

St. Pölten (OTS) - Die Arbeiterkammer sei - durch ihre Gründung bereits 1920 - im Bewußtsein der Bevölkerung derart fest als überparteiliches "Parlament der Arbeitnehmer" mit wichtigen Aufgaben bis hin zum Konsumentenschutz verankert, daß man "der Arbeiterkammer als Institution nichts Gutes tut, wenn man sie aus rein parteipolitischen Gründen in Geiselhaft nimmt." Der Vorsitzende der NÖ Christgewerkschafter, Bundesrat Alfred Schöls, nannte offen die Adresse seiner Botschaft: "Es ist viel zu schade um die gute Einrichtung Arbeiterkammer, als daß wir sie einer Partei überlassen, auch wenn es die sozialdemokratische ist!" Denn abgesehen davon, daß die AK "uns allen gehört", drohe ihr eine deutliche Abwertung als Institution, wenn sie sich in der Geiselhaft einer Partei begebe, warnte Schöls.

Der Vorsitzende der NÖ Christgewerkschafter erinnerte daran, daß die Krise der Arbeiterkammer durch den steirischen Sozialisten Rechberger ausgelöst worden ist, konkret durch dessen exorbitante Bezüge. In diesem Zusammenhang bezeichnete Schöls es als klug und zweckdienlich, daß durch die jüngste Novellierung des AK-Gesetzes die Bezügeregelung noch transparenter als bisher erfolgt, nämlich durch Beschluß der Vollversammlung. Schöls: "Damit ist der ständige Vorwurf des Ausmauschelns der Gagen in kleiner Runde endgültig vom Tisch." Dies sei eine gute Gelegenheit, "gemeinsam einen Zwischenspurt zu Image-Renovierung der Arbeiterkammer einzulegen", appellierte Schöls an die andern Fraktionen. (schluss)

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