Arbeiterkammer verhalf zu 100.000 Schilling Nachzahlung Sehvermögen gleich Null: trotzdem Pflegegeld abgelehnt

Linz (AKO) Sein Sehvermögen kann ihm kein Arzt der Welt mehr zurückgeben. Dafür kann sich ein Pensionist aus Vöcklabruck jetzt wenigstens professionelle Hilfe leisten. Die Arbeiterkammer half ihm bei der Durchsetzung seiner Ansprüche auf Pflegegeld und erreichte eine Nachzahlung von mehr als 100.000 Schilling.

Der Pensionist hatte bei der Pensionsversicherungsanstalt der Angestellten (PvAng) um Pflegegeld angesucht, weil sich sein Sehvermögen rapide verschlechtert hatte. Doch der Antrag wurde abgelehnt. Zynische Begründung: Hohes Alter alleine würde noch keinen Pflegebedarf begründen. Ein ärztliches Gutachten der PvAng hätte attestiert, dass der Pflegebedarf nicht mehr als 50 Stunden monatlich betrage, was Mindestvoraussetzung für einen Pflegegeldanspruch sei.

Der verzweifelte Mann, der sich wegen seiner Sehbehinderung nicht einmal mehr in der gewohnten Umgebung ohne fremde Hilfe fortbewegen konnte, wandte sich an die Arbeiterkammer. Deren Klage gegen den Bescheid hatte schließlich Erfolg. Zwei zusätzlich eingeholte medizinische Gutachten hatten nämlich ergeben: Der Mann ist so gut wie blind.

In einem Vergleich verpflichtete sich die PvAng, dem Pensionisten Pflegegeld der Stufe 4 rückwirkend ab 1. Juni 1999 zu bezahlen. Für den Betroffenen bedeutet das nicht nur Hilfe bei täglichen Verrichtungen wie Einkaufen, Putzen und Waschen, sondern auch eine Nachzahlung von mehr als 100.000 Schilling.

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