RadioKulturhaus: Neues und Altbewährtes in der vierten Spielsaison BILD

Geschäftsführerin Goller und Hörfunkintendant Jochum zogen Bilanz und präsentierten das Herbstprogramm 2000 des RadioKulturhauses

Wien (OTS) - Im Rahmen eines Pressegesprächs am Montag präsentierten Christiane Goller, Geschäftsführerin des RadioKulturhauses, und Hörfunkintendant Manfred Jochum das Herbstprogramm im RadioKulturhaus, das Drei-Jahres-Fest im Oktober und neue Veranstaltungen im KlangTheater GanzOhr.****

Hörfunkintendant Jochum erklärte das Prinzip des RadioKulturhauses:"Unsere Philosophie ist, die Hörer das Medium Radio 'spüren' zu lassen. Die Identifikation mit dem, das man sonst nur in akustischer Form kennt, steigt, denn Öffnung bedeutet auch Sympathiegewinn. Ein Konzept, das sich äußerst positiv in den Hörerzahlen niederschlägt. Im RadioKulturhaus treten herausragende Solisten aus dem E- und U-Musikbereich ebenso auf, wie prominente Schauspieler. Literaten und Kabarettisten, die Vertreter der neuen "Volxmusik", die Garde junger Theatermacher, die Jazzer, die Spezialisten "alter Musik" haben hier ebenso ihre Bühne wie das Kindertheater. Daß das RadioKulturhaus nicht nur ein Treffpunkt der künstlerischen Begegnung ist, sondern auch Plattform für hochkarätige wissenschaftliche Diskurse, dokumentieren die regelmäßigen Zukunfts-Symposien der Ö1-Wissenschaftsredaktion. Das nächste zum Thema 'Die Zukunft der Jugend' findet am 19. und 20. September statt."

Neues und Bewährtes in der Spielsaison 2000/2001

Goller zum Herbstprogramm: Bewährte Veranstaltungsreihen im RadioKulturhaus werden auch in der neuen Saison 2000/2001 weitergeführt: Barbara Retts "Unsichtbares Opernhaus", Wilhelm Sinkoviczs "Klassische Verführung" (in Kooperation mit der "Presse"), Georg Markus' "Heitere Erinnerungen an das 20.Jahrhundert" - allesamt Veranstaltungen, die in ihrer Präsentationsform und inhaltlichen Aufbereitung direkt mit dem Medium Radio verbunden sind.

"Literatur und Musik" wird in der kommenden Saison ein Schwerpunkt-Thema. U.a. werden Louise Martini, Frank Hoffmann, Christoph Wagner-Trenkwitz, Ernst Stankovski, Barbara Frischmuth, Miguel Herz-Kestranek, Stephan Paryla u.v.m. lesen.

Neuland betritt das RadioKulturhaus mit einem dreitägigen Musical-Schwerpunkt, bei dem die Musical-Stars Uwe Kröger, Marika Lichter, Pia Douwes und Victor Gernot ein Potpourri aus bekannten Hits und hierorts noch unbekannten Songs bieten werden. Das Programm "Still In Love With Musical" feiert im RadioKulturhaus am 10.9. Premiere.

Den beliebten Jazz-Jour-fixe am Samstag wird auch nach dem Auszug von Porgy & Bess weitergeführt, allerdings mit neuen inhaltlichen Akzenten: Die breite Veranstaltungsphilosophie spiegelt sich in den Themen der einzelnen Konzertabende wider: "Out of Africa" mit Sigi Finkel & African Hearts, "Outros de Brasil" mit Celia Mara, "Out of the East" mit Yuko Gulda, "Out of the Heart" mit dem Karlheinz Miklin Sextett in neuer Besetzung u.v.m.

Zwei große Festivals werden den Herbst prägen, das Festival "Italia Mia" im September mit insgesamt acht Veranstaltungen: einer CD-Präsentation der "Edition Alte Musik", Konzerten der Ensembles "Concerto Tivoli" und "Accordone", einem Cembaloabend mit Guido Morini und Lautenmusik mit Luciano Contini. Das zweite große Festival "Zeit Ton" findet Ende November/Anfang Dezember statt: Einen Abend wird das Ensemble "die reihe" bestreiten mit Kompositionen von Paul Kont, der heuer 80 wird, und Erich Urbanner, der im März seinen 65. feiert. Ein spezieller Abend ist Otto M.Zykan gewidmet, dessen Auftragskomposition "ZykansKlang" mithilfe des Artis Quartetts zur Uraufführung gelangt. Der dritte Abend des Festivals wird eine Hommage an Kurt Weill sein mit Roland Batik & Bridges.

Ebenfalls weitergeführt werden die "grossen Pasticcio" mit Paul Angerer und dem Concilium Musicum und die Gesprächskonzerte an jedem Donnerstag abend wie z.B. Salonkonzerte zu den Themen "Nikolaus Lenau" und "Pablo Picasso", letzteres in Kooperation mit dem Kunstforum der Bank Austria anläßlich der großen Picasso-Ausstellung. Eine weitere Kooperation mit der Nationalbank ist Ausgangspunkt für einen dreiteiligen Konzert-Zyklus. Titel: "Stradivari & Co" - alles Wissenswerte rund um die Geige, über die Geigenbauer, die virtuosen Geigenspieler und die Mäzene, mit dem Artis Quartett, Lydia Baich, Benjamin Schmid, Fritz Kleinhapl, Lukas und Veronika Hagen, allesamt Musiker, die auf einer der wertvollen alten Geigen der Österreichischen Nationalbank spielen.

Neue Veranstaltungsreihen: der Montag soll sich nach und nach zu einem Jour-fixe des Außergewöhnlichen, des Schrägen und Sonderbaren entwickeln. Mit einer monatlichen Radioshow von und mit Willi Resetarits (Start November) und einer regelmäßigen Talkshow "mit Schiefgang und Sven Gächter" (Start 9.Oktober/ Kooperation mit "profil"). Unter dem Titel "Meinen Sie wirklich?" lädt der profil-Kulturchef zwei Gäste ein, die außer einem qualifizierten Interesse für Kultur auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam haben. Die Hochkultur trifft auf den Underground: die Schriftstellerin auf den Szene DJ, der Philosoph auf die Drag Queen, die Intendantin auf den Widerstandskünstler. Zum Auftakt dieser vorerst monatlich, ab Februar 2001 zweiwöchig geplanten Talkshow trifft das Wiener DJ- und Produzentenduo Pulsinger/Tunakan auf den "Nachtfalken" Hans Krankl.

Drei-Jahres-Fest mit Heller, Wecker und Brauer

Zu seinem dritten Geburtstag im Oktober wartet das RadioKulturhaus mit einem Festprogramm auf: Konstantin Wecker und Georg Springer gemeinsam im "Unsichtbaren Opernhaus", Arik und Timna Brauer seit langem wieder gemeinsam auf der Bühne, ein Orgelkonzert im Geiste Bach - gemeinsam mit der Jeunesse veranstaltet -, ein Abend mit André Heller, der sowohl Öffentliches als auch Privates aus seinem Leben preisgeben wird - Heller ist ja gemeinsam mit Ö1 Programmchef Alfred Treiber "Spiritus Rector" des RadioKulturhauses - eine Hommage an den großen Filmemacher Jean-Luc Godard mit einem Film-Konzertabend und special guest Martial Solal, der die Musik zu Godars Filmen wie "Außer Atem" geschrieben hat, ein "Tag der offenen Tür" für Kinder und last but not least ein fünftägiges Tango-Festival mit Konzerten, Milongas und Tango-Workshops. Und auch das KlangTheater GanzOhr bietet zum Jubiläum etwas Besonderes: die Neufassung der ersten Soundshow unter dem Titel "Radio Days. Radio Geschichte Erleben" an.

Mit der kommenden Spielsaison wird auch die dritte Bühne des RadioKulturhauses - das KlangTheater GanzOhr - für den Veranstaltungsbetrieb geöffnet. Neben den aktuellen Soundshows wie "Vier Jahreszeiten", "Wien.Klang.Bild" und "Bildstörung in Confetti Town", die jeweils auf ganz bestimmte Zielgruppen abgestimmt sind, sollen eine Reihe von innovativen Veranstaltungen die Vielfalt der technischen und räumlichen Möglichkeiten eines KlangTheaters dem Publikum näherbringen.

Abschließend zogen Jochum und Goller Bilanz: In der dritten Spielsaison 1999/2000 bilanzierte das 1997 eröffnete RadioKulturhaus bereits ausgeglichen. Die Vorgabe der ORF-Geschäftsführung, die Kosten durch die Erlöse zu erwirtschaften, wurde erfüllt. Beweis dafür, daß das Konzept des RadioKulturhauses vom Publikum angenommen wird. Mit Gesamteinnahmen von 15 Millionen Schilling ist es gelungen, die Gesamtkosten des RadioKulturhauses, bestehend aus den Veranstaltungen im Großen Sendesaal, im RadioCafe und dem KlangTheater GanzOhr abzudecken. Die Einnahmen setzen sich zu 65 Prozent aus Kartenerlösen zusammen, der Rest konnte durch Kooperationen, Sponsoren, Vermietungen und Programmverkäufe erwirtschaftet werden. Nach drei Saisonen hat sich das RadioKulturhaus als wesentliche Kulturinstitution in dieser Stadt etabliert.

Zum Ende meinte Jochum: "Geschäftsführerin Christiane Goller und ihrem höchst engagierten Team gebührt vor allem Dank und Anerkennung. Aber auch allen Künstlerinnen und Künstlern, die ganz entscheidend zu diesem Erfolg beigetragen haben und natürlich ganz besonders allen Besucherinnen und Besuchern. Ö1 ist und bleibt der erfolgreichste Kultursender Europas und er wird mit Sicherheit auch der erfolgreichste Sender im "off-air" Bereich bleiben. Denn Ö1 gehört eben nicht nur gehört, Ö1 gehört auch erlebt. Das RadioKulturhaus bietet dazu die Möglichkeit."(hb)

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