Hager: Sexualstraftäter - vorbeugende Maßnahme für gefährliche Sittlichkeitstäter

Wien, 2000-08-21 (fpd) - In der aktuellen Diskussion um eine verschärfte Bekämpfung von Sexualdelikten zum Nachteil von Kindern meldete heute der freiheitliche Europaabgeordnete und Strafrechtsexperte Prof. Dr. Hager zu Wort. Er fordert neben den von den Freiheitlichen bereits vorgeschlagenen Präventionsmaßnahmen auch eine Diskussion über die Einführung einer neuen vorbeugenden Maßnahme für gefährliche Sittlichkeitstäter.****

Klar definiertes Ziel sei der wirksame Schutz unserer Kinder vor Sexualstraftätern. In Fällen von sexuellem Kindesmißbrauch trete die Schuld des Täters hinter seine Gefährlichkeit zurück. Gerade der Begegnung solcher Gefahren diene das 1975 in das Strafgesetzbuch eingeführte Instrument der vorbeugenden Maßnahmen. Neben den schon bestehenden Maßnahmen für geistig abnorme und entwöhnungsbedürftige Rechtsbrecher sowie gefährliche Rückfallstäter könne er sich - etwa als § 21a StGB - die Unterbringung in eine Anstalt für gefährliche Sittlichkeitsstraftäter vorstellen, meinte Hager.

Damit wären auch therapeutische Maßnahmen sichergestellt, außerdem könnte die Entlassung aus der Anstalt vom - auf der Basis von Sachverständigengutachten zu beurteilenden - Wegfall der Gefährlichkeit abhängig gemacht und mit entsprechenden Weisungen und begleitender Therapie verbunden werden. "Die Einweisungsvoraussetzungen, die Frage der Höchstanhaltungsdauer, die Abgrenzung zu den anderen Maßnahmen und andere Detailfragen sollten in einer vor dem Hintergrund der konsensualen Zielsetzung des größtmöglichen Schutzes der Kinder vor sexuellem Mißbrauch zu führenden Diskussion gelöst werden können", schloß Hager. (Schluß)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40 110 /5491Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC/NFC