ARBÖ: Stopp dem Lkw-Unfallwahnsinn mit europäischen Konsens bezüglich der technischen und sozialen Sicherheitsstandards

Wien (ARBÖ) - Die Serie von schweren Lkw-Unfällen in Gegenverkehrsbereichen auf Autobahnen nimmt kein Ende. Durch den immer stärker zunehmenden nationalen und internationalen Lkw-Verkehr durch Österreich, der durchschnittlich um fünf Prozent pro Jahr wächst, steigt auch das Sicherheitsrisiko und die Unfallhäufigkeit, warnt der ARBÖ.

Der Anteil der Lkw-Unfälle auf Autobahnen und Schnellstraßen am Gesamtunfallgeschehen stieg auf 17,9 Prozent. Bei den Lkw-Unfällen mit tödlichem Ausgang stieg der Anteil sogar auf über 30 Prozent im Jahr 1999 an. Die häufigsten Unfallursachen sind der zu geringe Sicherheitsabstand, überhöhte Geschwindigkeit sowie die Übermüdung der Lkw-Lenker, so der ARBÖ.

Auch wenn der genaue Unfallhergang des heutigen Unglücks auf
der Westautobahn erst geklärt werden muss, ist es nach Meinung von ARBÖ-Verkehrsexperten Mag. Kurt Sabatnig erforderlich, "dass in erster Linie verstärkte Kontrollen der Sicherheitsabstände, der Geschwindigtkeit, der richtigen Sicherung und Kennzeichnung des Ladegutes sowie der Lenkzeiten erfolgen. Es muss auch vermieden werden, dass Lenker ohne Führerschein - wie beim Lkw-Unglück im Juli mit sechs Toten - unterwegs sind. Aber auch menschengerechte Arbeitsbedingungen, wie beispielsweise ausreichende Ruhezeiten,
für den Berufskraftfahrer müssen ermöglicht werden."

"Durch das heutige Unglück stellt sich für den ARBÖ-Verkehrsexperten auch die Frage: "Wie sinnvoll ist es, dass man
Lkw mit Pflastersteinen auf die Autobahnen schickt, was die
Schiene auch übernehmen könnte".

Der ARBÖ fordert daher einen europäischen Konsens bezüglich der technischen und sozialen Sicherheitsstandards, wobei die
Ausbildung der Lenker und die Sicherung der Ladung Schwerpunkte
sein müssen. "Die Sicherheit auf Österreichs Straßen zu erhöhen, bedeutet jedenfalls ein Bewusstsein für die Anliegen aller Verkehrsteilnehmer zu schaffen. Es dürfen Gruppen von Verkehrsteilnehmern keinesfalls gegeneinander ausgespielt werden," so Mag. Sabatnig.

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