Wiener ÖVP: Die Mieter wollen Gemeindewohnungen kaufen

Wien, (OTS) Die Initiative der Wiener Volkspartei, den
Mietern von Gemeindewohnungen die Chance zu geben, ihre Wohnungen
zu kaufen, stößt auf großes Interesse. Darüber berichteten der Wiener ÖVP-Obmann Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg und der Landesgeschäftsführer Mag. Wolfgang Gerstl am Montag in einem Pressegespräch. Laut einer Umfrage halten auch 62 Prozent der SPÖ-Wähler dies für eine gute Idee. Auch die Anhänger anderer Parteien beurteilten diesen Vorschlag mit großer Mehrheit positiv: 77 Prozent der ÖVP-Wähler, 76 Prozent der FPÖ-Wähler, 65 der Grün-Wähler und 94 Prozent der LIF-Wähler.

Aus der breiten Zustimmung der Bevölkerung ergibt sich für den Wiener Landesparteiobmann Dr. Görg eine klare Forderung an den Koalitionspartner SPÖ, diesen Vorschlag in der Praxis umzusetzen. Ein Pilotprojekt zu starten sei das Mindeste, was die ÖVP derzeit wolle. Mag. Gerstl verwies auf verschiedene Umfragen zur Eigentumsbildung und stellte fest: "Miete ist out, Eigentum ist
in".

Durch den Verkauf von Gemeindewohnungen könne die Stadt Wien längerfristig bis zu rund 30 Milliarden Schilling lukrieren, die wiederum ohne Belastungen für die Bürger in die Stadt investiert werden könnten. Die Liste der für Wien notwendigen Infrastrukturprojekte, so Görg, reiche von der Förderung junger, innovativer Unternehmen, der kundenfreundlichen Ausgestaltung der Wiener Geschäftsstraßen, dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs bis hin zu umfassenden Projekten, die sich aus den Folgen der EU-Erweiterung und den Herausforderungen der modernen Informationsgesellschaft ergeben.

Die Idee des Verkaufes kommunaler Wohnungen an die Mieter sei in Europa nichts Neues, betonte Görg, er verwies auf Beispiele in Berlin und Stuttgart. Görg zitierte den sozialistischen Berliner Senator für Stadtentwicklung: "Indem Mieter ihre Wohnungen kaufen, binden wir sie an die Stadt und schaffen kleinräumiges Eigentum, was wiederum zu einer stärkeren Identifikation mit der städtischen Umgebung führt.... Wenn nur die in der Stadt bleiben, die es sich nicht leisten können, außerhalb der Stadt zu kaufen, gerät die soziale Mischung aus den Fugen." (Schluss) fk/rr

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