"Neues Volksblatt" Kommentar: "Klientel" (Von Harald Gruber)

Ausgabe vom 21. August 2000

LINZ (OTS) - "Die FPÖ löst die SPÖ als Arbeiterpartei ab" (APA 4. Oktober 1999). "Die Einbußen der FPÖ ziehen sich quer durch alle Berufsgruppen" (APA 4. Juni 2000).

Was ist dazwischen mit der FPÖ passiert? Richtig: Sie hat Regierungsverantwortung übernommen, kann jetzt die "Reformkraft" sein, als die sie sich so oft angepriesen hat.

Wenn nun FPÖ-Parteichefin Riess-Passer die ÖVP angesichts der anstehenden Einschnitte zur Budgetsanierung vor "Klientel-Politik" warnt, soll sie erst ihren "Westi" hören. Der meint: "Die FPÖ will den kleinen Leuten im Zuge der Budgetsanierung zur Seite stehen." Wenn von der FPÖ zudem Sparvorschläge unterbreitet werden, durch die nur Besserverdienende und die ÖVP-Klientel abgezockt würden, so ist d a s Klientel-Politik in Reinkultur!

D e n Spagat werden die Freiheitlichen nicht schaffen: Einerseits der SPÖ den "kleinen Mann" streitig machen zu wollen (ihn schonen zu wollen), andererseits mit der ÖVP eine Budgetsanierung zustande bringen zu wollen. Denn:

In der ÖVP ist klar, dass a l l e ihren Beitrag zur Budgetsanierung leisten müssen. Nicht nur Beamte, Bauern oder jene, die aufgrund ihrer Begabungen und Anstregungen gute Einkommen beziehen und sich etwas geschaffen haben!

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