Sind 48 % der Weltbevölkerung dem Risiko des Zinkmangels ausgesetzt? / Auf Stockholmer Konferenz werden Strategien der Gesundheitsfürsorge diskutiert

Stockholm (ots-PRNewswire) - Zu der internationalen Konferenz, die im Juni 2000 zum Thema "Zink und die Gesundheit des Menschen" in Stockholm stattfand, trafen sich Forscher, Ernährungswissenschaftler und Gesundheitsexperten aus 37 Ländern.

Es wurden neue Untersuchungen vorgestellt, die zeigen, dass die Gabe von zusätzlichem Zink Wachstum und Gewichtszunahme von Kindern beschleunigt, das Risiko von Diarrhöe im Kindesalter vermindert, das Auftreten von Pneumonie und eventuell Malaria reduziert sowie die Gefahr, untergewichtige Kinder zu gebären, deutlich herabsetzt. Auf Grund der Daten über die Ernährungsbilanz des FAO wird geschätzt, dass 48 % der Weltbevölkerung dem Risiko der Unterversorgung mit Zink ausgesetzt sind.

Zwei Haupternähungsweisen zeigen das Risiko des Mangels an Zink in bestimmten Bevölkerungsgruppen an. Das ist einerseits eine Ernährung, die hauptsächlich auf Getreide und Hülsenfrüchten basiert, denn diese enthalten besonders viel Phytinsäure, einen wirkungsvollen Inhibitor, der die Aufnahme von Zink bremst, und andererseits eine Ernährung, die auf stärkehaltigen Wurzeln und Knollen ohne zusätzliche Fleischnahrung basiert, weil diese selbst einen niedrigen Gehalt an Zink haben.

Es ist unwahrscheinlich, dass es für die Unterversorgung mit Zink eine einzige Lösung für alle Länder gibt: Die ökologischen Bedingungen und die Infrastruktur der Entwicklungsländer sind einfach zu verschieden, und es gibt erhebliche Unterschiede in der Ernährungsweise der jeweiligen Bevölkerung.

Eine der erfolgversprechendsten Optionen, um den Zinkmangel unter Kontrolle zu bekommen, könnte in der Veränderung der pflanzlichen Ausgangsprodukte liegen. Es gibt ein breites Spektrum, das von der Einführung neuer Feldfrüchte über die Verbesserung von ausgesprochen zinkarmen Anbauböden mit natürlichem und künstlichem Dünger bis hin zum Einsatz von Verfahren zur Züchtung von besonders zinkhaltigen Getreidepflanzen reicht. Eine Alternative dazu stellt die Verringerung des Gehaltes an Phytaten im Getreide dar, indem Sorten mit geringem Phytatgehalt zu mehr als 50 % eingekreuzt werden, oder den Einsatz der Gentechnologie, um das hitzebeständige Phytase-Enzym ins Getreide einzubauen.

Darüber hinaus können Hausmittel eingesetzt werden, um den Zinkgehalt zu erhöhen und/oder den Phytatgehalt von Lebensmitteln zu verringern: In Indien verwendet man Keim- und Fermentierungsverfahren, um den Phytatgehalt von Hülsenfrüchten herabzusetzen, und auch das Einweichen ist eine einfache Methode, um in afrikanischen Ländern die wasserlöslichen Phytate aus dem Mais herauszulösen.

Eine andere Methode, die in so weit voneinander entfernt liegenden Ländern wie Mexiko, Indonesien und Peru angewendet wird, ist die Anreicherung von Lebensmitteln mit Zink. Dieser Weg kann in manchen Gebieten durchaus sehr effektiv sein, aber es ist noch viel Arbeit erforderlich, um auf diese Weise zu einer optimalen Zinkmenge zu gelangen.

ots Originaltext: International Zinc Association
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