Industrie stimmt AK zu: Österreichs Wirtschaft geht es ausgezeichnet

Österreich trotz deutscher Steuerreform der attraktivere Wirtschaftsstandort

Wien (AK) - Jetzt stimmt auch die Industrie der Arbeiterkammer zu:
Österreichs Wirtschaft geht es ausgezeichnet. Die Rahmenbedingungen für die österreichische Wirtschaft sind so günstig wie schon lange nicht, sagt AK Präsident Herbert Tumpel. Die Befürchtung der Industrie, Österreich könnte als Wirtschaftsstandort nach der deutschen Steuerreform an Attraktivität verlieren, teilt Tumpel nicht: Die Körperschaftssteuerbelastung für Unternehmen ist in Österreich auch nach der deutschen Steuerreform deutlich niedriger als in Deutschland. Und: Die Industrie bestätigt, dass neben den gestiegenen Rohölpreisen, die Gebühren- und Abgabenerhöhungen der schwarz-blauen Regierung die Arbeitnehmer belasten und die Inflation anheizen. "Der Konjunktur-Motor läuft auf Hochtouren", sagt Tumpel, "für weitere Milliarden-Geschenke der Regierung an die Unternehmen gibt es keinen Anlass." ****

Auch nach der deutschen Steuerreform bleibt Österreich der attraktivere Wirtschaftsstandort. Wegen der Gewerbesteuer und der Solidaritätszulage in Deutschland, bleibt die Körperschaftssteuerbelastung für Unternehmen in Österreich weiterhin deutlich niedriger als bei unseren Nachbarn, sagt der AK Präsident. Davor, dass die schwarz-blaue Regierung mit den Abgaben- und Gebührenerhöhungen die Arbeitnehmer belasten und auch die Inflation anheizt, hat die AK immer gewarnt.
Darüber hinaus sind die Rahmenbedingungen für die österreichische Wirtschaft ausgezeichnet, sagt Tumpel:

+ Die Arbeitskosten pro Stunde in der Sachgütererzeugung sind in Österreich im Vergleich zu anderen Staaten ausgesprochen moderat. Sie lagen 1999 um neun Prozentpunkte unter dem Durchschnitt der Handelspartner.

+ Seit 1995 entlastet die Entwicklung der Wechselkurse die österreichische Industrie.

+ Die Produktivitätssteigerung in der österreichischen Sachgütererzeugung lag auch 1999 im Spitzenfeld der Industriestaaten. Österreich zählt weiterhin zu den hoch produktiven Standorten.

+ Seit 1992 fallen in Österreich die Lohnstückkosten, seit 1995 macht sich das Absinken der Lohnstückkosten auch gegenüber den Handelspartnern bemerkbar. Auch dieser Faktor zeigt eine Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit der österreichischen Sachgütererzeugung.

+ Die effektive Steuerbelastung der Kapitalgesellschaften ist EU-weit nur in Irland und Portugal noch niedriger als in Österreich.

+ Die Liberalisierung des Strommarktes hat Industrieunternehmen bereits jetzt Einsparungen von zwei Milliarden Schilling durch Strompreissenkungen gebracht. Die Liberalisierung des Gasmarktes wird der Industrie zunächst Einsparungen von 200 Millionen Schilling bringen, die Telekommunikations-Tarife für Geschäftskunden sind bereits bis 1998 um 15 Prozent gesunken.

+ Unter dem Titel "Angleichung der Rechte von Arbeitern an die der Angestellten" hat die Regierung den Unternehmen 4,3 Milliarden Schilling zu Lasten der Arbeitnehmer geschenkt. Durch die Förderung der Lehrlingsausbildung (Entlastung von Sozialversicherungsbeiträgen, Steuerfreibetrag) wurden die Unternehmen 1999 um 1,1 Milliarden Schilling entlastet.

Zur Entlastung des Faktors Arbeit ist die Arbeiterkammer immer gesprächsbereit, erklärt Tumpel. Der AK Präsident tritt für eine aufkommensneutrale Umstellung insbesondere der Flaf-Beiträge auf Wertschöpfung ein. Dadurch würden tausende vor allem arbeitsintensive Betriebe entlastet, sagt Tumpel.

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