JVP Wien für ernsthaftere Wahlalterdiskussion

Haunschmidt: Jugendliche an Effekt-Hascherei nach Haider-Art nicht interessiert

Wien, 17.8.2000 - Nach Kärnten wird nun auch in Wien die Herabsenkung des Wahlalters auf 16 Jahre diskutiert. SP-StR Laska hat nun die Haider-Ideen aus dem Bärental mit großer Begeisterung übernommen. Die JVP Wien ist in dieser Frage skeptisch, aber für seriöse Diskussionen offen.
JVP Wien Chef Haunschmidt: "Die Senkung des Wahlalters ist ein zweischneidiges Schwert. Ich sehe die Gefahr, daß Parteipolitik auch in die Schulen getragen wird. Für mich klingt die jetzige Diskussion eher nach Effekthascherei."
Die Junge ÖVP Wien kritisiert vor allem, daß die derzeitige Situation nicht von der Altersgruppe diskutiert wird, die selbst betroffen ist, sondern von Politikern "fortgeschritteneren Alters". Haunschmidt: "Da man in der JVP Wien schon mit 15 Jahren beitreten kann, kennen wir die Diskussion unter Jugendlichen besser, als die "alten" Politiker, die jetzt die Diskussion anführen."
Die Erfahrungen der JVP Wien in dieser Altersgruppe zeigen ein zur jetzigen Diskussion konträres Bild. "Dort ist die Senkung ist zwar ein Thema, aber kein großer Wunsch. Vor einer Diskussion um die Senkung des Wahlalters müssen erst die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen werden. Zuerst sollten die Bestimmungen, wie Jugendschutz vereinfacht und vereinheitlicht werden und die politische Bildung an den Schulen forciert werden," fordert Haunschmidt, "erst dann kann man seriös über den nächsten Schritte nachdenken."
Die Junge ÖVP Wien hält die derzeitige Diskussion schlicht und einfach für verfrüht. Haunschmidt: "Jugendliche haben derzeit nicht einmal das politische Wissen, um eine rationelle Wahlentscheidung zu treffen. Ausschlaggebend für die Wahl sind dann nicht das politische Programm oder die Wahlkampfthemen, sondern "jugendliches" Auftreten der Kandidaten oder emotionellere Wahlkampfführung - eine große Gefahr, daß radikalere und extremere Gruppierungen aus rein emotionellen Argumenten zum Zug kommen."
Politische Bildung als Schulpflichtfach ist daher für die Junge ÖVP Wien unverzichtbare Voraussetzung für eine Diskussion über die Senkung des Wahlalters. Haunschmidt abschließend: "Alles andere wäre nur ein politischer Köder. Und dafür sind uns die Wiener Jugendlichen zu schade."

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