Kartoffeln wollen keine Ralstonia

Wien, (OTS) Für die Bekämpfung mancher menschlicher Infektionskrankheiten gibt es strikte Vorschriften, die auch das weitere Ausbreiten solcher Krankheiten vermeiden sollen - bei Pflanzen gilt Ähnliches: mit genauen Sicherheitsvorschriften will man, in diesem Fall die Wiener Landesregierung mittels Verordnung, schon vorbeugend das Auftreten bestimmter Krankheiten verhindern.
Im Landesgesetzblatt Nr. 42/2000 ist die "Verordnung der Wiener Landesregierung betreffend die Bekämpfung von Ralstonia solanacearum (Smith) Yabuuchi et.al" erschienen. Und was
lateinisch so schön exotisch klingt, ist einfach die bakterielle Braunfäule der Kartoffel und des Paradeisers.

Die Verordnung schreibt vor, welche Maßnahmen zur
Feststellung von Ralstonia, aber auch zur Verhinderung eines Ausbruchs oder der Verbreitung und welche Methoden zur Bekämpfung zu treffen sind. Jedenfalls muss der Verdacht auf ausbrechende Ralstonia dem Magistrat gemeldet und die betroffenen Pflanzen/Pflanzenteile untersucht werden. Und Transportbehälter im engsten wie im weiteren Sinn - vom Verpackungsmaterial über Lagerräume, in denen befallene Früchte gelagert waren, sogar Fahrzeuge oder Schiffe - müssen unschädlich beseitigt (das gilt natürlich nicht für Hallen, Transporter oder Schiffe) oder desinfiziert werden.****

Und die bereits in Kraft getretene Verordnung schreibt auch vor, dass "das Halten von Ralstonia sowie das Arbeiten mit diesem Schadorganismus" verboten ist.

Ähnliche Verordnungen gibt es übrigens auch zur Bekämpfung anderer Pflanzenerkrankungen/Pflanzenschädlinge: sie beschäftigen sich z.B. mit der Bekämpfung der Nelkenwickler (eine Schmetterlingsart, deren Larven Nelken befallen), aber auch des Kartoffelkrebses (eine von einem Pilz verursachte Krankheit) und
dem Schutz von Kulturpflanzen vor Kartoffelnematoden
(Fadenwürmer). Die "Bramburi" und ihre Krankheiten sind überhaupt Gegenstand mehrerer Verordnungen - ausser den bereits erwähnten
zur Bekämpfung von Ralstonia, Kartoffelkrebs und
Kartoffelnematoden gibt es beispielsweise auch eine Verordnung mit Maßnahmen gegen die Bekämpfung der bakteriellen Ringfäule der Kartoffel.

Das Landesgesetzblatt (LGBl) mit dem Text des Gesetzes erhält man gegen Bezahlung auf folgenden Wegen:

o Das LGBl kann man direkt in der MA 6-Drucksortenstelle der

Stadthauptkasse, Rathaus, Stiege 7, Hochparterre, Tür 103 kaufen o Zusendungen des LGBl sind per Nachnahme über den Presse- und

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