Neue KV-Verhandlungsrunde bei Lauda Air

Wien (OTS) - Bei der heutigen Gesprächsrunde der Kollektivvertragsverhandlungen erwartet der Lauda Air-Vorstand das neue Angebot der Gewerkschaftsseite. Es ist anzunehmen, dass der Betriebsrat Bord unter dem klangvollen Titel "mehr Ruhezeiten" noch weitere freie Tage für das fliegende Personal erwirken möchte. Das vergangene Woche von Niki Lauda vorgelegte Maßnahmenpaket sah bereits eine Verstärkung der Cockpit-Crew bei Langstreckenflügen, eine deutliche Reduktion der maximalen Flugzeiten und beachtliche Gehaltserhöhungen für Flugkapitäne, Co-Piloten und Flugbegleiter vor.

Die Kollektivvertragsverhandlungen für das fliegende Personal der Lauda Air gehen heute in eine weitere Runde: Der Lauda Air-Vorstand und der Fachverband der Luftfahrtunternehmen sehen dem angekündigten Kompromissvorschlag der Vertreter der Gewerkschaft HTV (Handel, Transport und Verkehr) und des Betriebsrats Bord mit Interesse entgegen: eine endgültige Stellungnahme auf den vergangene Woche vorgelegten Vorschlag des Lauda Air-Vorstandes wurde für heute in Aussicht gestellt.

Dem Vernehmen nach möchten die Arbeitnehmervertreter, nachdem sie ihre Wünsche nach mehr Geld und weniger Arbeitszeit größtenteils durchgesetzt haben, nun noch weitere freie Tage aushandeln.

Das angebotene Maßnahmenpaket der Arbeitgeberseite beinhaltet bereits ein Maximum an möglichen Zugeständnissen, wurde für die heutige Gesprächsrunde aber nochmals hinsichtlich der Ruhezeiten präzisiert.

Zur Verdeutlichung ein Beispiel: einem Piloten, der nach einem Arbeitseinsatz von knapp über 10 Stunden bei einer Flugzeit von ca. 8 Stunden seinen Dienstschluss antritt, steht nach derzeitigem Angebot schon eine garantierte Ruhezeit von mindestens 11 Stunden zu. Außerdem gilt auch heute schon eine Freizeitregelung, wonach einem Pilot pro Kalendermonat im Durchschnitt 9,7 freie Tage zu Hause zustehen.

Dazu kommen noch jene weiteren Ruhetage, an denen die Crews bei den jeweiligen Stopps bzw. Zieldestinationen in den Genuss von 4-Sterne Hotelkomfort und Freizeit kommen.

Albin Schwarz, Vertreter der Gewerkschaft HTV und Betriebsratsvorsitzender der fliegenden Belegschaft von Austrian Airlines, gab sich jedenfalls während der Gesprächsrunde vom vergangenen Donnerstag weiter kämpferisch. Bleibt zu hoffen, dass Schwarz, der bereits 1993 Initiator des Streiks des Bordpersonals von Austrian Airlines war, den Bogen nicht überspannt und seine Kollegen von Lauda Air nicht ins finanzielle Desaster führt.

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