Busek in NEWS: "Haider - ein therapeutisches Problem."

Wien (OTS) - - Der Regierungsbeauftragte nimmt im NEWS-Interview scharf zu Haider-Aussagen Stellung: "Blöd, dumm, primitiv." Vorausmeldung zu NEWS 33/00 vom 17. August 2000 =

In ungewohnt scharfer Form nimmt Erhard Busek, Regierungsbeauftragter für die Osterweiterung, in einem Interview in der morgen erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS zu Äußerungen des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider Stellung. Haider hatte ihn, Busek, heftig attackiert. Busek über Gründe der Haider-Angriffe: "Das ist ein therapeutisches Problem. Wenn Haider seinen Aggressionspegel nicht täglich pflegen kann, ist er nicht glücklich." Haider hatte Busek unter anderem vorgeworfen, dieser helfe Tschechien nur deshalb, weil er tschechische Verwandte hätte. Busek: "Das ist einfach dumm. Da merken Sie die Primitivität. Nicht einmal in der Ahnenforschung ist er mehr gut."

Haiders Drohung, der Nizza-Gipfel "sei gestorben", wenn die Sanktionsfrage noch nicht gelöst sein sollte, kommentiert Busek:
"Blöd ist es. Entschuldigen Sie, das ist die Welt als Wille und Vorstellung aus Sicht von Klagenfurt. Da merkt man, dass Haider offensichtlich nicht einmal ausländische Zeitungen liest."

Auch Haiders häufigen Italien-Besuchen kann Busek wenig abgewinnen: "Das ist nicht sehr hilfreich, was der hier aufführt. Was ist, wenn uns das passiert? Stellen Sie sich vor, der Bossi geht bei uns so durch die Gegend wie der Haider in Norditalien."

Vom Weisen-Bericht erwartet sich Busek keinen Persilschein für die FPÖ. Busek: "Das glaube ich nicht, aber das erhoffen sie sich. Gleichzeitig versteht Haider aber nicht, dass er sich mit seiner Rundum-Spuckerei die Exit-Strategie für die FPÖ verlegt." Allerdings, so Busek: "Ich bin ihm dankbar, dass er mich anspuckt, weil er damit mein Ansehen stärkt."

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