ARBÖ: Scheibenfolien helfen gegen Sonneneinstrahlung, aber nicht alle sind erlaubt

Wien (ARBÖ) - Die derzeitige Hitzewelle lässt die Autofahrer schwitzen. Um die Sonneneinstrahlung in das Fahrzeuginnere zu reduzieren und den mitfahrenden Kindern etwas Schatten zu verschaffen, bringen viele Autolenker dunkle Scheibenfolien an Fenstern ihrer Fahrzeuge an. Dies hilft auf jeden Fall gegen die Sonneneinstrahlung, jedoch appellieren die ARBÖ-Experten zur Vorsicht beim Kauf, denn nicht alle angebotenen Folien dürfen auch tatsächlich verwendet werden.

Im österreichischen Kraftfahrgesetz ist geregelt, dass Scheibenfolien in jedem Fall genehmigungspflichtig sind. Laut ARBÖ-Technik ist das Anbringen derartiger Folien an der Windschutzscheibe und den vorderen Seitenscheiben generell
verboten. Die Scheibenfolie muss auf alle Fälle mit einem Prüfzertifikat und Prüfnummer versehen sein. Wichtig ist auch, dass die Kopie des Genehmigungsbescheides (Abnahmegutachten durch den TÜV) für die Folienanbringung immer im Fahrzeug mitgeführt wird.

Die ARBÖ-Experten raten deshalb den Autolenkern, beim Kauf solcher Scheibenfolien immer darauf zu achten, ob tatsächlich ein Prüfzertifikat auf der Folie vorhanden ist und ob ein entsprechender Genehmigungsbescheid existiert. Billige Scheibenfolien, bei denen dies fehlt, oder Folien, die an der falschen Scheibe angebracht sind, können bei einer Fahrzeugkontrolle durch die Exekutive bestraft werden.

Die Anbringung der Scheibenfolien sollte durch den Fachhandel erfolgen. Sonnenschutzblenden, die beispielsweise mit Saugnäpfen
an der Innenseite von Fensterscheiben befestigt werden, sind von diesen Bestimmungen allerdings nicht betroffen, so die ARBÖ-Experten abschließend.

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