Voice over IP - Lösung für Pago-Fruchtsäfte kommt von Kapsch

Erstmalige Implementierung macht sich bereits nach erfolgreicher Testphase bezahlt

Wien (OTS) - Für den Weg zeitgemäßer Sprach-Daten-Konvergenz entschied sich Anfang des Jahres die Pago Fruchtsäfte Ges.m.b.H. Die Klagenfurter Zentrale und der Vertrieb für Österreich, der mit Anfang Mai ein neues Bürogebäude in Wien-Schwechat bezog, entschlossen sich, ihre bestehende Datenverbindung auch für die Sprachkommunikation zu nutzen.

"Überzeugt hat uns die Kapsch-Lösung, die mittels einer mit IP-Schnittstellen ausgestatteten Meridian-Telefonanlage selbstständig Sprache in Datenpakete umzusetzt und diese über die Datenleitung zu schickt", erklärt Wolfgang Werni, Manager IT & Telekommunikation bei Pago.

Voice over IP oder Telefonieren über bestehende Datennetze wird für immer mehr Unternehmen attraktiv - auch wenn die Nutzung des Internets für professionelle IP-Telefonie mangels fehlender Backbone-Kapazitäten noch auf sich warten läßt. Der sinnvolle Einsatz dieser Technik empfiehlt sich jedoch in Unternehmensnetzen, die meist über die notwendige Bandbreite für die Sprachübertragung verfügen. "Noch wird Sprache vorwiegend über Frame Relay und ATM im Corporate Network übertragen, aber immer mehr Unternehmen denken bereits daran, das eigene IP-Routernetz auch für Telefonie nutzen zu können", beobachtet Georg Conrad-Billroth, Leiter des Kapsch-CCN-Marketing, den Trend.

Als erstes Ergebnis der erfolgreich angelaufenen Pilotphase bei Pago steht fest, dass der Gesprächsaufbau hinsichtlich der Geschwindigkeit ohne merklichen Unterschied zum traditionellen Aufbau klappt und die Gesprächsqualität dem Vergleich mit ISDN absolut standhält. Dafür sorgt das in das Meridian-System integrierte IP Telephony Gateway (ITG), das eine vollständig integrierte Voice over IP-Lösung darstellt. In Österreich wird diese Lösung zur Zeit ausschließlich von Kapsch angeboten.

Zur Umsetzung moderner Telefonie gibt es bei Pago Fruchtsäfte Ges.m.b.H konkrete Überlegungen: Zum einen sollen alle Verbindungen im Konzern so erreicht werden, dass allein mit der Wahl der entsprechenden Nebenstelle entweder der Apparat im Bereich der gleichen Telefonanlage klingelt oder, wenn notwendig, die Telefonanlagen untereinander die Verbindungen herstellen. Wird in Klagenfurt eine Schwechater Durchwahl gewählt, baut die Anlage in Klagenfurt automatisch das Gespräch über IP auf.

Zusammengefasst entsprechen die Anlagen quasi einer einzigen virtuellen internen Telefonanlage. Ein weiterer Vorteil ergibt sich bei externen Telefonaten, da ein Gespräch von Pago-Klagenfurt ins Wiener Telefonnetz gleichsam zum Ortstarif verrechnet wird. Das Gespräch wird von Klagenfurt zum Wiener Pago Büro über die interne (und damit kostenfreie) IP-Datenleitung (das Corporate Network) geführt und erst in Wien ins Festnetz der Telekom "übergeben".

Kostenrelevant wird dieses Beispiel vor allem dann, wenn man es -wie beabsichtigt - auf andere europäische Pago-Produktionsgesellschaften überträgt, denn mittels VoIP können die Telefonkosten bis zu 70 % gesenkt werden. Dass der auf IP basierenden Sprachübertragung für Datennetze- und -services die Zukunft gehört, prognostizieren auch internationale Studien. So wird - laut dem Londoner Marktforschungsinstitut Ovum Research - ein weltweites Umsatzvolumen von 65 Milliarden Dollar für 2005 erwartet. 13,5 Milliarden davon sollen auf den westeuropäischen Markt entfallen. Spannendstes Detail: Rund 30 Milliarden dieser Kosten werden sich Betreiber von privaten Firmennetzen ersparen, wie das bei Pago der Fall ist. (www.ovum.com)

Das ist VoIP: IP steht für Internet-Protokoll. Es definiert die Regeln, wie Daten in einem Netz übertragen werden. Bei einer Voice over IP-Lösung wird die Sprache unter Verwendung eines Standardprotokolls digitalisiert und komprimiert. Der IP-Header gibt den Empfänger der Datenladung an. Daran angekoppelt sind die Daten selbst. Das IP-Sprachpaket wird nun über sogenannte Router weitergeleitet. Das Ziel ist die gegenüberliegende Stelle der Sprachverbindung. Die Sprache wird mit einer Schnittstelle zwischen Telefonanlage und IP Netzwerk in das Intranet eingespeist. Es besteht in Zukunft auch die Möglichkeit, die sprachliche Kommunikation über Multimedia-PCs abzuwickeln (z.B. Netmeeting) oder Telefonendgeräte direkt an ein LAN anzuschließen. Ein weiterer Vorteil dieser Technologie liegt in ihrer hohen Erweiterbarkeit, Flexibilität und Ausfallssicherheit. Außerdem ist die packetorientierte Sprach-Daten-Kommunikation schon bei kleinerem Übertragungsbedarf relevant, da sie vergleichsweise geringe Investitionen erfordert.

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