Onodi: Keine Einsparungen bei der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung

Zwei-Klassenmedizin wird installiert; keine medizinischen Leistungen mehr ohne Zuzahlungen; Versicherungspflicht benachteiligt Familien, Kinder und Senioren

St. Pölten, (SPI) - "Offensichtlich ist die blauschwarze Bundesregierung bereit, den Weg zur Zwei-Klassenmedizin koste es was es wolle zu beschreiten. Die Abkehr von
der Pflichtversicherung - hin zur Versicherungspflicht - bedeutet bei näherer Betrachtung eine krasse Benachteiligung von Familien, Kindern und älteren Menschen. Kinder werden versicherungstechnisch benachteiligt, weil sie öfters krank werden können oder sie sich öfters verletzen, die Eltern werden damit mit höheren Beiträgen bestraft und, wenn sie finanziell nicht so leistungsfähig sind, vor die Frage gestellt, ob sie sich die Versicherung für die eine oder andere Leistung noch finanziell leisten können", lehnt die Gesundheitssprecherin der NÖ Sozialdemokraten und Zweite Präsidentin des NÖ Landtages, Heidemaria Onodi, die Abkehr von der Pflichtversicherung strikt ab.****

Eine weitere klar benachteiligte Gruppe sind die Senioren - sie werden zu "Risikogruppen" für die private Versicherung mit enorm hohen Prämien, wenn sie überhaupt als Kunden angenommen werden. Frauen, da sie ja Mütter werden könnten, Menschen die viel Sport treiben und daher verletzungsanfälliger sind, Menschen mit Übergewicht oder Untergewicht, Menschen mit chronischen Krankheiten, Menschen mit Rheuma, Asthma oder Diabetes - die Liste der "Benachteiligten" im blauschwarzen Versicherungssystem ließe sich beliebig fortsetzen.

"Das Vorhaben nach einem Umbau des Sozialsystems ist für manche Politiker in dieser Regierung sicher von Vorteil. Diese verstehen sich als Lobbyisten von Versicherungen", vermutet Onodi. Abschließend räumt Abg. Onodi mit der "Legende" des "sparsameren Systems der Versicherungspflicht" auf. Onodi: "In den USA, wo dieses System seit Jahrzehnten etabliert ist, betragen die Ausgaben für das Gesundheitssystem im Vergleich des Bruttosozialproduktes rund das Doppelte von jenen in Österreich, in Großbritannien, wo die Thatcher-Sozialabbauer dieses System verwirklicht haben, zahlt die öffentliche Hand um knapp ein Drittel mehr als in Österreich." "Die Versicherungen und die Pharmakonzerne machen Milliardengewinne, die Menschen müssen diese bezahlen und bekommen schlechtere Leistungen. Auf diese "Errungenschaft" können wir in Österreich gern verzichten", so die SP-Gesundheitssprecherin abschließend.
(Schluss) fa

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/200/2794

Landtagsklub der SPÖ NÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/SPI