Logik" (von Litsa Kalaitzis) utl.: Ausgabe vom 15. 8. 2000

Graz (OTS) Irgendwie verständlich, dass die Zivildiener die Welt nicht mehr verstehen: Weil Sparen angesagt ist, gibt es weniger Jobs für sie. Sie müssen länger warten, um dann für ihre Arbeit weniger Geld zu bekommen als bisher, weil auch ihr Essensgeld drastisch gekürzt worden ist. Trotzdem gibt das Ministerium heuer unter'm Strich für den Zivildienst mit 838 Millionen Schilling fast genausoviel aus wie in den Jahren zuvor, jede einzelne Zivildienststelle ist sogar um 17 Prozent teurer geworden. Da werden zum Beispiel für einen Grundlehrgang, den es gar nicht mehr gibt, im heurigen zweiten Halbjahr 15 Millionen Schilling budgetiert. "Das sind Restkosten, die zustande kommen, weil nicht alle Kurse abgerechnet worden sind", so die freundliche, aber lapidare Auskunft im Ministerium, und auf weitere Nachfrage: "Ja, für Außenstehende ist es wahrscheinlich wirklich schwer verständlich." Für Außenstehende ist es auch schwer verständlich, dass man für die 41 Milllionen Schilling Personalkosten, die heuer erstmals unter dem Titel Zivildienst anfallen, keinen Vergleichswert zum Vorjahr nennen kann:
"Das kann man beim besten Willen nicht errechnen." Außenstehende können vielleicht auch beim besten Willen nicht nachvollziehen, warum das Innenministerium 70 Personen in der Zivildienst-Verwaltung beschäftigt, wenn dann nicht einmal die logischsten Fragen beantwortet werden können. Oder ist es in Zeiten wie diesen unlogisch, nach Sparpotenzialen auch in den eigenen Personal-Bereichen zu fragen?

Rückfragenhinweis: Neue Zeit, 0316/2808-306

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