Österreichische Belgien-Exporte steigen, die Importe sinken

Gute Konjunktur bietet Österreich vermehrt Exportchancen -Außenhandelsvolumen erreichte 1999 über 30 Mrd Schilling

Wien(PWK686) Gustav Gressel, der österreichische Handelsdelegierte in Brüssel, ruft Österreichs Exporteure auf, die ausgezeichneten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Belgien zu nutzen und den Markt verstärkt zu bearbeiten. "Die belgischen Manager waren seit Bestehen des entsprechenden Vertrauensindex (1992) noch nie so optimistisch für die Zukunftsaussichten der belgischen Wirtschaft. Grund dafür sind sowohl die hervorragenden aktuellen Wirtschaftszahlen wie auch die Prognosen für 2000, wo ein Wachstum von über 3,5 Prozent erwartet wird." Getragen wird das Wirtschaftswachstum vor allem durch eine steigende Auslandsnachfrage, aber auch Industrieinvestitionen und Handelsumsätze entwickeln sich dynamisch.

Die österreichischen Unternehmen sollten sich nicht von außenpolitischen Aspekten beeinflussen lassen, sondern aktiv auf die durchwegs österreichfreundliche belgische Wirtschaft zugehen, rät Gressel. "Erst in den letzten Wochen konnten wieder einige österreichische Betriebe neue Vertretungen oder Partner finden. Firmen, die bereit sind, zur Geschäftsanbahnung nach Belgien zu kommen, haben jetzt sehr gute Aussichten für den Markteintritt."

Die österreichischen Ausfuhren nach Belgien nahmen in den ersten vier Monaten 2000 um 6,3 Prozent zu. Im Vergleich zum durchschnittlichen Exportzuwachs Österreichs in die EU in diesem Zeitraum (11,7 Prozent) bestehe noch durchaus Potential, ist Gressel überzeugt.

Österreich liefert vor allem Maschinen und Fahrzeuge, Papier und Pappe, Eisen und Stahl, Metallwaren, Bekleidung und Zubehör, Möbel sowie medizinische und pharmazeutische Erzeugnisse nach Belgien. 1999 erreichten die Exporte einen Wert von 12,4 Mrd Schilling.

Die Importe - ebenfalls in erster Linie Maschinen und Fahrzeuge, aber auch NE-Metalle, Eisen und Stahl, Textilien, Pharmazeutika, Kunststoffe sowie verschiedene Fertigwaren wie Bekleidung, Fotoapparate und Uhren - sanken heuer von Jänner bis April im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4,9 Prozent. Im Gesamtjahr 1999 wurden Waren in der Höhe von 18 Mrd Schilling aus Belgien importiert, was für Österreich ein Handelsbilanzdefizit von 5,6 Mrd Schilling ergab. Setzt sich der aktuelle Trend - steigende Exporte, sinkende Importe - weiter fort, könnte dieses Defizit heuer allerdings deutlich reduziert werden, erklärt der Handelsdelegierte. (Ne)

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