Wasserwerke errichten neue Wientalquerung bei Schönbrunn

110 Jahre altes Hauptrohr wird ersetzt - Neues Stahlbetonschutzrohr ist begehbar

Wien, (OTS) Dass Wien auch bei der Wasserversorgung international an der Spitze steht, braucht eigentlich nicht extra betont zu werden - das kürzlich stattgefundene Jubiläum der
II. Wiener Hochquellenleitung hat das anschaulich dargelegt. Freilich bedingen Wasserqualität und Versorgungssicherheit auch einen entsprechend hohen technischen Standard, und um diesen zu halten, oftmals aufwendige und teure Investitionen. Ein Projekt,
das erst im Mai d.J. angelaufen ist und bis zu dessen
Fertigstellung etwa eineinhalb Jahre vergehen werden, veranschaulicht das: Die Errichtung einer Wientalquerung (Düker) unter dem Wienfluss und der U-Bahn im Bereich der Schönbrunner Brücke (12./15. Bezirk).

110 Jahre altes Hauptrohr wird ersetzt

Die Haupttransportleitung der Wasserwerke mit einem
Durchmesser von 95 Zentimetern, die den Behälter Rosenhügel -Endpunkt der I. Wiener Hochquellenleitung - mit dem Behälter Schmelz (Versorgung der Bezirke 1,4,5,6,9 sowie teilweise 15 und
16) verbindet, quert im Bereich der U-Bahn-Station Schönbrunn das Wiental. Damit werden in den besagten Bezirken bzw. Bezirksteilen etwa 250.000 Menschen versorgt.

Der Düker - vor 1890 errichtet - unterfährt das Wienflussbett als steil angelegter Rohrstrang im Bereich der U-Bahn-Station und weist entgegen dem schon seit Jahrzehnten geltenden Stand der Technik weder eine Schutzverrohrung noch einen Rohrkanal auf. Dies bedeutet - nicht zuletzt in Hinblick auf das Alter der Anlage -
dass im Falle eines Gebrechens für die U-Bahn-Station und den U-Bahn-Betrieb eine deutliche Gefahr bestünde; auch die generelle Durchführung von Reparaturmaßnahmen gestaltet sich schwierig.

Begehbares Stahlbetonschutzrohr

Diese Gesamtproblematik führte die Wasserwerke zur Überlegung einer Neuerrichtung der Anlage unter zeitgemäßen funktionalen und technischen Gesichtspunkten, wie etwa die Herstellung des unterirdischen Stahlbetonschutzrohres mit einem Durchmesser von
2,40 Metern, das für Kontrollen und Wartungsarbeiten begehbar ist. Die Anbindungspunkte dafür sind durch die bestehenden Rohrstränge in 12, Grünbergstraße (die verkehrswirksamen Baumaßnahmen wurden bereits gemeldet) und in 15, Auer-Welsbach-Park, gegeben.

Zwischen diesen beiden Punkten wird im unterirdischen Pressvortrieb gearbeitet, wobei um für die bestehende
"Altleitung", die ja noch die Wasserversorgung gewährleisten muss, jede Gefährdung zu vermeiden, eine neue parallele Trassierung gefunden werden musste. Dazu war eine entsprechende Untersuchung
und Geotechnische Stellungnahme der MA 29 - Brückenbau und Grundbau, notwendig, aufgrund deren die Höhenlage und die Vortriebsrichtung der Rohrpressung festgelegt wurden.

Aus Platzgründen konnte die Baustelleneinrichtung nur im Auer-Welsbach-Park erfolgen, wo sich auch der Zielschacht der Rohrpressung befindet. Von der Linken Wienzeile her musste dazu
eine befestigte Ein- und Ausfahrt angelegt werden. Für die Querung der Linken Wienzeile durch die neue Druckleitung wird von der Grünfläche vor der Wienfluss-Stützmauer her ebenfalls ein unterirdischer Rohrvortrieb erfolgen, um den Verkehr nicht zu beeinträchtigen.

Die Baukosten für dieses aus Versorgungs- und Umweltgründen beispielgebende Projekt der Wiener Wasserversorgung wurden mit
rund 45,4 Millionen Schilling veranschlagt, wobei allein die Erd-und Baumeisterarbeiten bei rund 28,2 Millionen Schilling liegen. Dabei sollte nicht übersehen werden, dass der Scheitelpunkt des neuen Rohrkanals 7 Meter unter der Sohle des Wienflusses bzw.
3,5 Meter unterhalb des von der MA 30 - Kanalisation geplanten Wienfluss-Sammelkanals (WSKE) zu liegen kommt. (Schluss) pz

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