ÖVP-Wien: Kabas kann es einfach nicht lassen

Der Wiener FP-Chef geht mit seinen jüngsten Aussagen auf Konfrontationskurs zur Bundes-FPÖ

Wien, 11.8.2000 - Der Wiener FPÖ-Chef ist anscheinend wieder ganz in seinem Element. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Profil kündigte Kabas nicht nur eine Neuauflage des Ausländerwahlkampfes von 1996 an, er attackierte auch die drei Weisen, die einen Bericht über die Natur der FPÖ erstellen sollen. "Mit diesen Aussagen disqualifiziert sich der Wiener FPÖ-Chef nicht nur als ernst zu nehmender Politiker, er geht damit auch offen auf Konfrontationskurs zur Bundes-FP", meint VP-Landesgeschäftsführer Mag. Wolfgang Gerstl.

So erklärte Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer erst gestern in einem Interview mit der "Presse" zum bevorstehenden Wahlkampf in Wien: "Es wird kein Ausländerwahlkampf sein." Dazu betonte die FPÖ-Chefin, dass die Freiheitlichen strikt auf Regierungslinie bleiben: "Integration vor Neuzuzug". Auch beim Besuch der drei Weisen in Österreich hatte sich die FPÖ als sehr kooperativ erwiesen.

Bei der heutigen Pressekonferenz von FP-AbgzNR Schweitzer hatte dieser auf Anfrage von Journalisten zum Thema "Drogenstests für Lehrer" betont: "Ich möchte die Aussagen des Herrn Kabas nicht kommentieren." Gerstl: "Ein weiteres Zeichen dafür, daß die Bundes-FP zum Wiener FP-Chef auf Distanz geht."

"Kabas kann das Zündeln anscheinend einfach nicht lassen.", so Gerstl weiter. "Während sich die FPÖ auf Bundesebene als Regierungspartei zu emanzipieren scheint, setzen die Wiener Freiheitlichen weiterhin auf Fundamentalopposition. Stimmungsmache gegen Ausländer und verbale Rundumschläge auf politische Gegner und den Bundespräsidenten kommen da gerade recht."

Die Volkspartei fühlt sich in ihrer Linie gegenüber den Wiener Freiheitlichen bestätigt. Erst letzte Woche hatte Vizebürgermeister Bernhard Görg eine Koalition mit der Kabas-FPÖ ausgeschlossen. An einer Beteiligung der Kabas-FPÖ an der nächsten Wiener Stadtregierung kann nach den jüngsten Aussagen des Parteichefs kein Wähler mehr Interesse haben.

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