Österreichische Burschenschaft im WWW: NS-Regime "erwünschte politische Situation"

JVP14 verlangt sofortige Konsequenzen

Wien, 11.8.2000 - Die Diskussion um rechtsextreme Umtriebe im Netz erhält nun neue Nahrung. Wie die Junge ÖVP Penzing herausfand, existieren nicht nur rechtsextreme URLs im österreichischen WWW, sondern sogar rechtsextreme Inhalte, die sofortiges handeln erforderlich machen. So wird der Anschluß an NS-Deutschland sinngemäß als "erwünscht" bezeichnet. JVP-Bezirksobmann Markus Kroiher verlangt nun sofortige Konsequenzen aller verantwortlichen Stellen.
Diesmal befinden sich Burschenschaften im Visier der Jungen ÖVP. Auf der Homepage der Burschenschaft "Nibelungia" findet sich unter "Geschichte" (wörtlich !): "Der Anschluß brachte dann einschneidende Änderungen. Nibelungia konnte als Studentenverbindung nicht weiterbestehen, und am 28.6.1938 mußte die Selbstauflösung beschlossen werden. Die alten Nibelungen dachten aber nicht daran, die Tradition der Verbindung den politischen Umständen, obzwar sie im Prinzip erwünscht waren, zu opfern."
Kroiher: "Hier wird doch tatsächlich die "politische Situation" nach dem Anschluß - also das NS-Regime - als erwünscht bezeichnet. Eine Entgleisung, die nicht ohne Konsequenzen bleiben darf !"
Auch auf anderen Homepages von Burschenschaften wurde die Junge ÖVP Penzing fündig. So finden sich unter den Links der Burschenschaft Olympia jede Menge bedenkliche Verbindungen zu rechtsextremen Seiten im Internet. Trauriger Höhepunkt ist der Link zum berühmt-berüchtigen deutschen "Thulenet", das nach österreichischer Gesetzgebung wohl mit seinen Inhalten den Tatbestand der Wiederbetätigung erfüllen würde. Kroiher: "Hier stellt sich die Frage, ob die Olympia als Anbieter nicht dafür verantwortlich ist, zu welchen Seiten sie Links legt." Generell ist die Homepage der Olympia an Geschmacklosigkeit kaum noch zu überbieten. Kroiher: "So befindet sich unter "Bedeutende Olympen" eine Würdigung des NDP-Gründers Norbert Burger."
Zugleich verlangt die JVP radikales Vorgehen gegen rechtsextreme Propaganda im WWW. Kroiher abschließend: "Auf politischer Ebene erwarten wir uns Initiativen, die eine Verhinderung derartiger Inhalte schon im Ansatz unmöglich machen."

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