Solidarzuschlag für Spitzenverdiener: Erster kleiner Schritt in Richtung Steuergerechtigkeit

Linz (AKO) "Damit wurde der Begriff ‚soziale Treffsicherheit’ zum ersten Mal im richtigen Zusammenhang erwähnt", meint AK-Präsident Hubert Wipplinger zum Vorschlag, von den Spitzenverdienern zur Budgetsanierung einen Solidarbeitrag einzufordern. Die AK selbst hat dies bereits vor Jahren angeregt.

..."Es ist längst an der Zeit, dass auch Spitzenverdiener ihren Beitrag leisten", meint AK-Präsident Hubert Wipplinger. Die bisherigen Maßnahmen der Regierung treffen fast ausschließlich Menschen mit niedrigem Einkommen: etwa die Erhöhung der Kfz- und Stromsteuer sowie die Einführung der Ambulanzgebühren. Würde man nun das Budget nur ausgabenseitig sanieren wollen und Einschränkungen bei den Sozialausgaben vornehmen, kämen wiederum vorwiegend Schlechterverdienende zum Handkuss.

"Darüber hinaus muss auch den Steuerprivilegien der Multimillionäre ein Riegel vorgeschoben werden", sagt Hubert Wipplinger. "Es liegen enorme Vermögen in Privatstiftungen. Dafür wird kein einziger Schilling Einkommensteuer bezahlt."

...Der AK-Präsident fordert, die Gewinne der Privatstiftungen zumindest mit 25 Prozent zu besteuern. "Eine Minimalvariante, denn dieser Steuersatz trifft selbst einen Lehrling für seine paar Schilling Zinsen am Sparbuch", so Wipplinger. Außerdem soll die Vermögensteuer auf große private Vermögen wieder eingeführt werden. Wipplinger: "Österreich ist internationales Schlusslicht bei der Vermögensbesteuerung." Zusammen könnte dies rund zehn Milliarden Schilling bringen.

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