Graf: "Initiative zur Errichtung einer Stiftung für vertriebene Altösterreicher"

Langjährige Forderung der FPÖ soll nun rasch umgesetzt werden

Wien, 2000-08-10 (fpd) - Wie heute der freiheitliche Vertriebenensprecher Abg. Dr. Martin Graf mitteilte, plane er eine Initiative zur Errichtung einer Stiftung zur Erhaltung des Hauses der Heimat und zur Unterstützung der Aktivitäten der Vertriebenenverbände und betroffenen vertriebenen Altösterreicher deutscher Muttersprache.****

Kultur , Bestand und Erhaltung der Vertriebenen und deren Verbänden seien zu achten, zu sichern und zu fördern. Diese Stiftung soll im Sinne der Vertriebenen und der Volkstumspflege verwendet werden und zudem den Verbänden mehr Unabhängigkeit garantieren. "Auch sei die Forderung nach einer Stiftung ein langjähriges Anliegen der Freiheitlichen," so Graf.

Nach Graf soll die Stiftung mit 152 Millionen Schilling von der Republik Österreich dotiert werden. Wie Graf weiter ausführte, soll dies von jenen Geldern ermöglicht werden, welche noch vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges von den Altösterreichern auf österreichische Banken transferiert worden sind. Ein großer Teil dieser Sparguthaben ist nach Ende des Krieges aus diversen Gründen liegen geblieben und der Republik Österreich zugefallen. Die seinerzeitige Regierung habe das den Vertriebenen zustehende Geld zum Stopfen von Budgetlöchern verwendet. "Aus moralischer Sicht für mich äußerst bedenklich," so Graf.

Auch stellt für Graf der genannte Betrag nur eine Mindestforderung dar, da dieser nie valorisiert worden sei Der freiheitliche Vertriebenensprecher werde diesbezüglich Gespräche mit allen Fraktionen im Herbst führen, um so eine Einigung im Sinne der Vertriebenen zu erzielen.

In diesem Zusammenhang erinnert Graf einmal mehr an das ungeheure Leid, welches den Millionen Vertriebenen zugefügt worden sei. Auch hier muß einmal die Gerechtigkeit sprechen. Diesbezüglich soll nach Ansicht Graf ebenfalls Schluß sein mit einer Politik, daß sich diese heikle Frage biologisch lösen werde.

Zudem tritt Graf für ein rasches Umsetzen des Regierungsübereinkommen betreffend der Frage der zur Zwangsarbeit gezwungen Personen und der österreichischen Kriegsgefangenen ein. Abschließend bekräftigt Graf erneut seinen persönlichen Wunsch eines Regierungsbeauftragten für Angelegenheiten in der Frage der Vertriebenen. (Schluß)

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