Attraktives Überraschungspaket für Lauda Air-Bordpersonal

Wien (OTS) - Mit einem umfassenden Maßnahmenpaket überrascht Niki Lauda sein fliegendes Personal in der heutigen Gesprächsrunde der Kollektivvertragsverhandlungen: eine Verstärkung der Cockpit-Crew bei Langstreckenflügen, eine deutliche Reduktion der maximalen Flugzeit und Gehaltserhöhungen für Flugkapitäne, Co-Piloten und Flugbegleiter sind die Vorschläge, die der Lauda Air-Vorstand in diesen Stunden den Sozialpartnern und dem Lauda Air-Betriebsrat Bord unterbreitet.

Die Kollektivvertragsverhandlungen für das fliegende Personal der Lauda Air gehen heute in die entscheidende Runde: Vertreter der Gewerkschaft HTV (Handel, Transport und Verkehr) und des Fachverbands der Luftfahrtunternehmen führen zur Stunde Gespräche mit dem Lauda Air-Vorstand und dem Betriebsrat Bord.

Die Lauda Air-Geschäftsführung hat sich - ungeachtet der kontraproduktiven Medienauftritte des Betriebsrats Bord -termingerecht und gründlich auf die seit langem für 10. August anberaumten Einigungsgespräche vorbereitet. Niki Lauda hat seine Verhandlungspartner mit kreativen Lösungsvorschlägen und einem Maßnahmenpaket, das den internationalen Standards entspricht und die Forderungen des Betriebsrats weitgehend abdeckt, überrascht:

1) Reduzierte Arbeitszeit
Die Flugzeit eines Piloten in einem 2-Mann-Cockpit reduziert sich auf maximal 12 Stunden an einem Arbeitstag. Pro Monat fliegt ein Lauda Air-Pilot durchschnittlich 70 Stunden.

2) Verstärktes Cockpit
Auf Langstrecken-Rotationen wird künftig zur Entlastung der Cockpit-Mitarbeiter ein 3. Pilot ("relief pilot") eingesetzt werden. Dieser Relief-Pilot ermöglicht den diensthabenden Piloten, während des Fluges Pausen einzulegen.

3) Gehaltserhöhungen
Ein verbessertes Gehaltsschema soll Flugkapitänen künftig um 22,5 % mehr Verdienst einbringen; Co-Piloten können sich auf eine Erhöhung von 16 % freuen und Flugbegleiter würden um 18 % mehr als bisher verdienen.

Dass Piloten zu den am besten verdienenden Mitarbeitern einer Fluglinie zählen, sei anhand des folgenden Beispiels verdeutlicht:
Ein Flugkapitän verdient beim Eintritt in die Lauda Air ATS 72.968 und bereits nach 10 Jahren Firmenzugehörigkeit ATS 103.190,- brutto 14 mal im Jahr. Vor seiner Pensionierung darf sich ein Kapitän über beinahe 2 Millionen Jahressalär freuen - ein Gehalt, das bereits manche Spitzenmanager mit randvollen Terminkalendern neidvoll aufhorchen lässt.

Das vorgeschlagene Paket erfordert in den nächsten drei Wirtschaftsjahren Investitionen in Höhe von rund 250 Mio ATS und schafft - unter Berücksichtigung des geplanten Flottenwachstums bis zum Jahr 2003 - außerdem 379 zusätzliche Arbeitsplätze.

Auf Basis dieser Maßnahmen wäre ein Kollektivvertrag für das Bordpersonal (zum Stichtag 30.6. waren dies 811 Personen) finanzierbar. Für die restlichen rund 1000 Lauda Air-Mitarbeiter existiert ja ein solcher seit Jahren.

Niki Lauda hofft, dass der seit langem andauernde zähe Kampf mit den Belegschaftsvertretern seines fliegenden Personals damit zu Ende ist: "Unser Vorschlag ist das absolute Maximum dessen, was in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation unseres Unternehmens möglich ist. Immerhin bieten wir unserem Bordpersonal nun eine Reduktion der maximalen Arbeitszeit pro Tag von 17 Prozent bei einer gleichzeitigen Gehaltserhöhung von durchschnittlich 18 Prozent an."

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