Bgm. LR Knotzer: Unhaltbare Zustände im Flüchtlingslager Traiskirchen

Asylverfahren rascher abwickeln; Entlastung der überfüllten Unterkünfte; Zusätzliches Personal für Betreuung und Beratung

St. Pölten, (SPI) - "Die Bundesregierung, allen voran Innenminister Ernst Strasser, muss raschest handeln. Seit Monaten haben wir im Flüchtlingslager unhaltbare Zustände, Nationalitätenkonflikte, Gewaltausbrüche mit zahlreichen Verletzten, überfüllte Unterkünfte, monatelange Asylverfahren und überlastete Betreuungskräfte sind die Folge. Die Mißstände begründen sich vor allem auf zwei Tatsachen. Das Flüchtlingslager, ursprünglich für rund 650 Asylwerber vorgesehen, platzt mit derzeit rund 1.000 Flüchtlingen aus allen Nähten. Zweitens dauern die Asylverfahren bis zu einem halben Jahr, was eine Unterbringung der Asylwerber in anderen Quartieren, beispielsweise privaten Unterkunftsgebern, unmöglich macht", richtet Traiskirchens Bürgermeister, LR Fritz Knotzer, einen dringenden Appell an Innenminister Ernst Strasser und die Bundesregierung.****

"Was wir raschest brauchen ist zusätzliches Personal, damit die Asylverfahren schneller abgewickelt werden können. Heute werden die Flüchtlinge mit einem Laufzettel aufgenommen und müssen mit einer Wartezeit von bis zu einem halben Jahr für die Abwicklung ihres Verfahrens rechnen. Dies sind keine Einzelfälle, sondern aufgrund der Personalknappheit alltägliche Zustände. Ein weiteres Problem sind die Flüchtlingskinder, die kommendes Jahr in Traiskirchen die Schule besuchen sollen. Die Schulen in unserer Gemeinde sind bereits jetzt überfüllt, wir brauchen zusätzliche Integrationsklassen, um die rund 70 zusätzlichen Kinder entsprechend betreuen und unterrichten zu können", so Knotzer weiter.

Bgm. LR Fritz Knotzer steht mit seiner Kritik nicht allein, auch Hilfsorganisationen, wie beispielsweise die Caritas, beklagen die unhaltbaren Zustände und fordern raschest Abhilfe. "Ich hoffe, dass Innenminister Strasser nicht überfordert ist. Im Gegensatz zu früheren Ankündigungen ist der Flüchtlingszustrom und die Aufgriffe Illegaler an Österreichs Grenzen heuer um 20 Prozent gestiegen. Wir in Traiskirchen spüren diese negativen Auswirkungen, die Bevölkerung ist nicht mehr bereit, weitere Verschlechterungen, die sich auch im Bereich der Sicherheit auswirken, hinzunehmen. Bei Strassers Vorgänger Karl Schlögl sind die Sorgen Traiskirchens ernstgenommen worden. So wurde für die Sommermonate, wo ein großer Zustrom zu verzeichnen war, zusätzliches Personal für die Abwicklung der Asylverfahren bereitgestellt. Ich hoffe, dass sich auch Ernst Strasser letztendlich zu dieser Hilfe durchringen wird", so Bgm. Fritz Knotzer abschließend.
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