Brauner: Wien aktiv bei frauenspezifischen EU-Projekten

Zwölf Projekte durch die Stadt kofinanziert

Wien, (OTS) "Die Stadt Wien nimmt aktiv an den Programmen und Initiativen der Europäischen Union teil. Gerade im Frauenbereich hat sich die EU immer wieder als wichtige Impulsgeberin für Maßnahmen von Gebietskörperschaften und nichtstaatlichen Organisationen erwiesen", erklärte Frauenstadträtin Mag. Renate Brauner gegenüber der Rathauskorrespondenz. Gerade das Frauenressort der Stadt Wien bekenne sich zur europäischen Dimension und hat sich daher immer wieder an verschiedenen Maßnahmen und Projekten beteiligt, beziehungsweise diese auch selbst initiiert. Insgesamt 12 Projekte mit einem Gesamtfinanzierungsvolumen von rund 8 Millionen Schilling werden
in unterschiedlicher Höhe vom Frauenbüro kofinanziert. Zu den "Highlights" gehört sicherlich das Projekt "Frauenbrücke", das eine Kombination von Kunstwerk und Ausstellungsraum darstellt und von der international renomierten Österreicherin Valie Export gestaltet wurde.****

Die Projekte im Überblick

Im Bereich der Arbeit gegen Gewalt in der Familie wurden zwei Projekte im Rahmen des EU-Programms DAPHNE finanziert. Einmal der Ausbau des Koordinationsbüros von WAVE (Women against Violence in Europe) und zum zweiten wird in den Auf- und Ausbau von Frauenhilfseinrichtungen in Europa investiert. Im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative URBAN-Wien wurde die Frauenbrücke finanziert, die den vielfältigsten kulturellen Aktivitäten mit frauenpolitischem Hintergrund zur Verfügung gestellt wird. Das Objekt wird auf dem freien Raum unter der Stadtbahnbrücke gegenüber dem Uhlplatz im 8. Bezirk gestaltet.

Im Rahmen von INTERREG knüpft die Frauenabteilung bereits
seit drei Jahren am "Frauennetzwerk Ost-West", um
frauenpolitischen Themen auch auf kommunaler und regionaler Ebene mehr Präsenz in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu verschaffen. Aufbauend auf diesen Kontakten wird das Netzwerk nun unter dem neuen Namen "Milena 2001" institutionalisiert.
Inhaltlich wird es sich vor allem mit den veränderten Rahmenbedingungen auseinander setzen, die sich aus der Übernahme sozialpolitischer EU-Standards durch die Kandidatenländer ergeben. Bei der praktischen Umsetzung steht die Nutzung neuer Medien (Internet) im Vordergrund. Neben Milena 2001 gibt es drei weitere Projekte im Bereich Ost-West-Zusammenarbeit.

Ebenfalls aus dem EU-Programm INTERREG kofinanziert werden Präventionsmaßnahmen gegen sexuellen Missbrauch von Kindern. Hierbei wurde vor allem mit der Slowakei kooperiert, in dem den
dort arbeitenden Vereinen Hilfestellungen und Maßnahmen für den Umgang mit dem Thema vermittelt werden.

Ein wohl besonderes Projekt ist das Dokumentarfilmprojekt
"Das Gedächtnis der Frauen", in dem in ihrer Jugend gegen das NS-Regime aktive Widerstandskämpferinnen interviewt werden. Die
Frauen stammen aus fünf verschiedenen Ländern Mitteleuropas.

Im Rahmen des 4. Mittelfristigen Aktionsprogrammes hat sich
die MA 57 darüber hinaus am Projekt Managing E-Quality (Laufzeit 1997 - 2000) als kofinanzierende Stelle gemeinsam mit dem Bundesministerium für Soziales und dem österreichischen Arbeitsmarktservice beteiligt.

Im ersten Teil wurde ein Handbuch als Trainingsbasis für "gleichstellungsorientiertes Management" entwickelt. In ausgewählten großen Unternehmungen wurden - basierend auf diesen Manuals - Schulungen durchgeführt. Der zweite Teil war dem Train-the-Trainer Konzept gewidmet, d.h. bereits ausgebildete
TrainerInnen konnten sich speziell für Training im Bereich gleichstellungsorientiertes Management ausbilden lassen.

Im dritten Teil wurden jene Unternehmen, die am Führungskräfteseminar im ersten Teil teilgenommen hatten, bei der Implementierung von Gleichstellungsmaßnahmen begleitet. Innerhalb der Stadt Wien soll im Zuge dieses Projektes ein Probe-Führungskräfteseminar mit Abteilungen der Geschäftsgruppe Integration, Frauenfragen, Konsumentenschutz und Personal noch in diesem Jahr durchgeführt werden.

(Service: Bei weiterem Interesse an den einzelnen Projekten können Sie sich an das Frauenbüro der Stadt Wien wenden. Unter frauen@m57.magwien.gv.at werden Ihre Emails erwartet!) (Schluss)
kat

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